29. Februar, 2024

Pharma

Ermutigende Signale bei Qiagen nach anfänglicher Flaute

Ermutigende Signale bei Qiagen nach anfänglicher Flaute

Ein Hauch von Optimismus weht durch die Räumlichkeiten von Qiagen: Nach einer Phase der Ernüchterung, die durch die nachlassende Nachfrage nach biotechnologischen Produkten im Anschluss an die weltweite Gesundheitskrise hervorgerufen wurde, zeigten sich zum Jahresende Lichtblicke. Der Spezialist für diagnostische Lösungen und Laborausrüstung musste zwar einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verzeichnen, doch mit einem überraschenden Aufwärtstrend im vierten Quartal scheint das Unternehmen wieder Kurs auf Wachstum zu nehmen. Für das Jahr 2024 ist der DAX-notierte Konzern bestrebt, ein Plus in seiner Bilanz zu erwirtschaften. Dabei setzt das Management rund um CEO Thierry Bernard auf eine zweite Jahreshälfte voller Dynamik.

Die Finanzzahlen des vierten Quartals geben Anlass zur Zuversicht: Ein unvorhergesehenes Erlöswachstum von zwei Prozent, begünstigt durch günstige Wechselkurse, übertraf die Erwartungen. Die Umsatzeinbußen der ersten drei Quartale drückten zwar den Jahresumsatz auf nominell 1,97 Milliarden US-Dollar, dennoch traf der Konzern mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,07 US-Dollar die marktadäquaten Prognosen.

Ein Schlüssel zum Erfolg waren Verbrauchsmaterialien, die mittlerweile den Löwenanteil des Umsatzes ausmachen, darunter Reagenzien und diagnostische Tests. Der Tuberkulose-Test Quantiferon trug mit einem starken Umsatzwachstum von fast einem Viertel maßgeblich bei, während das Nicht-Covid-Segment um acht Prozent zulegte.

Trotz des optimistischen Endspurts bleibt das Management für 2024 vorsichtig und prognostiziert lediglich einen minimalen Umsatzanstieg auf mindestens 2 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Faktor wird das anvisierte "solide Umsatzwachstum" im Nicht-Covid-Bereich im zweiten Halbjahr sein. Covid-19-Tests sollen im Geschäftsmodell von Qiagen hingegen kaum noch eine Rolle spielen.

Die geplanten Weichenstellungen für 2024 fokussieren neben internen Optimierungen auch auf eine angestrebte Steigerung der bereinigten operativen Marge auf über 28 Prozent. Dies trotz prognostizierter Herausforderungen wie niedrigeren Zinserträgen und einem Anstieg der steuerlichen Belastungen, die den Nutzen aus dem jüngst abgeschlossenen synthetischen Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 300 Millionen US-Dollar insgesamt abschwächen könnten.