19. Mai, 2024

Energy

Erdöl-Nachfrage verliert an Schwung: IEA korrigiert Prognose nach unten

Erdöl-Nachfrage verliert an Schwung: IEA korrigiert Prognose nach unten

Die Internationalen Energieagentur zieht erneut eine vorsichtige Linie in ihrer Prognose zur globalen Erdöl-Nachfrage. Aktuelle Einschätzungen deuten darauf hin, dass das Wachstum der Nachfrage in diesem Jahr geringer ausfällt als noch vor kurzem angenommen. Konkret rechnet man nun mit einer Steigerung um etwa 1,1 Millionen Barrel täglich, was gegenüber der vorherigen Schätzung einen Rückgang von rund 140.000 Barrel täglich bedeutet.

Die Experten der IEA haben damit bereits zum zweiten Mal in unmittelbarer Folge ihre Prognose nach unten korrigiert. Als Hauptursachen für diese neuerliche Korrektur werden die trüben Wirtschaftsaussichten und klimatische Faktoren genannt: Schwächelnde Industrieproduktion und insbesondere in Europa – auch das bereits wiederholt milde Wetter tragen dazu bei, dass weniger Erdöl verbraucht wird. Ein spürbarer Rückgang bei Diesel-fahrenden Fahrzeugen verstärkt diesen Trend in der europäischen Nachfrage zusätzlich.

Diese neusten Einschätzungen könnten sowohl für Investoren als auch für Politiker, die auf Ölpreisprojektionen und nachhaltige Energiepolitik setzen, von Bedeutung sein. Die Anpassung der Nachfrageerwartungen spiegelt eine sich wandelnde Energielandschaft wider, in der klimatische, wirtschaftliche und technologische Veränderungen ihren Tribut fordern.