24. Mai, 2024

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Elektromobilität trotzt Bedenken: Infrastrukturelle Hürden weniger gravierend als angenommen

Elektromobilität trotzt Bedenken: Infrastrukturelle Hürden weniger gravierend als angenommen

In der Debatte um den Ausbau der Elektromobilität werden häufig Bedenken hinsichtlich einer unzureichenden Ladeinfrastruktur laut. Neueste Erfahrungsberichte zeigen jedoch, dass diese Ängste unbegründet sein könnten und sich die tatsächlichen Herausforderungen in Grenzen halten.

Insbesondere die Besitzer von Verbrennerfahrzeugen betrachten das Fehlen von Ladestationen oft als das größte Hindernis für den Wechsel zu einem Elektroauto (EV). Diese Wahrnehmung entspringt jedoch vielmehr einer emotionalen Skepsis gegenüber neuer Technologie, anstatt auf realen Erfahrungen zu basieren.

Ein jüngst unternommener 4.000 Kilometer langer Roadtrip in Japan, das unter den OECD-Ländern aufgrund einer niedrigen Anzahl an Ladestationen pro Kopf sowie langsamer Ladevorgänge und geringer EV-Akzeptanzrate bekannt ist, hat die Möglichkeiten und die Praktikabilität der bestehenden Ladeinfrastruktur eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Reise, die innerhalb einer eng bemessenen Zeitspanne von 11 Tagen stattfand, wurde ohne jegliche Schwierigkeiten gemeistert – und hätte im vorher gefahrenen Diesel-PKW nicht bequemer durchgeführt werden können.

Die sogenannte "Ladeangst" scheint somit ein Phänomen zu sein, das sich vor allem bei potenziellen EV-Umsteigern findet, die noch keine persönliche Erfahrung mit Elektrofahrzeugen gemacht haben. Einmal vollzogen, verflüchtigen sich diese Ängste nahezu. Deshalb scheint die beste Strategie für Regierungen darin zu bestehen, den Umstieg auf Elektrofahrzeuge nach Kräften zu fördern und die damit verbundenen Vorteile zu kommunizieren.