27. Mai, 2024

Grün

Ein grüner Daumen für Cannabis: Deutsche starten mit dem Eigenanbau

Ein grüner Daumen für Cannabis: Deutsche starten mit dem Eigenanbau

Die Hanf-Revolution in deutschen Heimen nimmt Fahrt auf: Eine kürzlich durchgeführte Studie des renommierten Meinungsforschungsinstituts YouGov offenbart, dass bereits sieben Prozent der deutschen Bürger in die private Züchtung von Cannabis eingestiegen sind – sie haben Cannabis-Samen für den Heimanbau erworben. Während der überwiegende Teil der Bevölkerung von 89 Prozent bisher keinen Gebrauch von der neuen Gesetzgebung gemacht hat, signalisiert eine nicht unbeträchtliche Minderheit von elf Prozent, den Anbau in Erwägung zu ziehen.

Die Neuerung im deutschen Drogenrecht schlägt besonders bei der jungen Generation Wurzeln. Angehörige der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre zeigen sich besonders aufgeschlossen: 14 Prozent unter ihnen haben bereits Samen für den Privatanbau bezogen. Diese Entwicklung zeichnet ein Bild sich wandelnder Einstellungen und könnte einen kulturellen Shift hin zu einer entspannteren Haltung gegenüber Cannabis angedeuten.

Seit dem 1. April gilt in Deutschland eine neue Regelung, die Erwachsenen den Besitz sowie den Konsum von Cannabis innerhalb bestimmter Grenzen gestattet. Volljährige dürfen in den eigenen vier Wänden bis zu 50 Gramm lagern und im öffentlichen Raum bis zu 25 Gramm mitführen, stets mit dem Fokus auf den persönlichen Konsum. Das Teilen oder Veräußern des Rauschmittels bleibt unter Strafe gestellt. Zudem haben Cannabisfreunde die Möglichkeit bekommen, daheim bis zu drei Hanfpflanzen zu kultivieren – vorausgesetzt, sie treffen die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Entwendung und dem Zugriff durch Kinder, etwa durch den Einsatz von verschließbaren Möbeln und abgesicherten Räumen.

Diese Änderungen im Gesetz unterstreichen nicht nur einen liberalen Wandel, sondern eröffnen auch eine Diskussion über die zukünftige Rolle von Cannabis in der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft.