Der Royal Borough of Windsor and Maidenhead steht kurz davor, seine Gemeindesteuer um rekordverdächtige 25 Prozent zu erhöhen, um einer drohenden Insolvenz zu entgehen. Dieser Vorstoß sorgt für Unruhe, da er andere Gemeinden dazu ermutigen könnte, ebenfalls die Steuern anzuheben, falls die Labour-Regierung dem Antrag stattgeben sollte.
John O'Connell von der TaxPayers' Alliance äußerte sich entsetzt über die beispiellose Steuererhöhung, die die Finanzen vieler Haushalte gefährden könnte. Er fordert die Regierung auf, ein klares Signal zu senden, dass solche drastischen Erhöhungen nicht geduldet werden, um ähnliche Anträge anderer Gemeinden im Keim zu ersticken.
Die geplante Steuererhöhung könnte sich für die Bewohner von Windsor Castle besonders bemerkbar machen, da das Anwesen in der höchsten Gemeindesteuerklasse liegt. Das Castle würde bei einer Zustimmung zur Erhöhung mit zusätzlichen £836 jährlich belastet. Dies würde von der Sovereign Grant finanziert, die wiederum durch die Profite des Crown Estate gespeist wird.
Die Liberal-Demokraten, die seit den Kommunalwahlen im Mai 2023 die Mehrheit im Rat haben, verweisen auf erhebliche Altschulden in Höhe von £230 Millionen. Diese Belastung koste die Gemeinde jährlich über £18 Millionen. Die stellvertretende Ratsführerin Lynne Jones betont die Notwendigkeit der Erhöhung, da frühere Gemeindeverwaltungen die Steuern zu stark gesenkt haben und jetzt die Austauschkosten für sozialen Wohnungsbau und Pflege unhaltbar geworden sind.