Die jüngsten Meldungen über Drohnensichtungen entlang der US-Ostküste sind für die Regierung in Washington vorerst kein Anlass zur Besorgnis. John Kirby, Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, stellte klar, dass es gegenwärtig keinerlei Beweise für eine Bedrohung der nationalen oder öffentlichen Sicherheit gebe. Dennoch spricht er Verständnis für die vorhandenen Sorgen in der Bevölkerung aus und führt aus, dass intensiv nach Antworten gesucht werde.
Die engmaschige Zusammenarbeit zwischen dem US-Heimatschutzministerium, dem FBI und lokalen Behörden wird genutzt, um den Berichten auf den Grund zu gehen. Trotz des Einsatzes fortschrittlicher Erkennungstechnologien konnten bisher keine der gemeldeten Drohnensichtungen bestätigt werden. Vielmehr würden erste Analysen des Bildmaterials darauf hindeuten, dass viele Sichtungen auf herkömmliche Flugzeuge zurückzuführen sind.
Die ominösen nächtlichen Sichtungen, besonders über New Jersey, haben zahlreiche Spekulationen befeuert. Augenzeugen berichten von Drohnen, die größer als Modelle für Hobbyflieger erscheinen und nach Sichtkontakt in der Dunkelheit verschwinden. New Jerseys Gouverneur Phil Murphy betrachtet die Situation mit großer Ernsthaftigkeit und bringt dies in Interviews zum Ausdruck.
In sozialen Medien kursierende Videos tragen zur Verbreitung zahlreicher Theorien bei, die von Spionage über geheime Militärtests bis hin zu extraterrestrischem Leben reichen. Der republikanische Abgeordnete Jeff Van Drew sorgte durch die unbelegten Anschuldigungen, iranische "Mutterschiffe" seien involviert, für Aufsehen. Diese Behauptung wurde jedoch vom Pentagon entschieden zurückgewiesen. Gouverneur Murphy, seinerseits ein Demokrat, reagierte auf Van Drews Aussage mit ironischem Humor und riet ihm, sich besser informierte Quellen anzusehen.