14. Juli, 2024

Grün

Deutsche Weinlandschaft 2023: Weiße Dominanz und neue Trends

Deutsche Weinlandschaft 2023: Weiße Dominanz und neue Trends

Der deutsche Weinbau erlebt 2023 einen bemerkenswerten Aufschwung bei Weißweinsorten, neuen robusten Rebsorten (Piwi) und aromatischen Weinen. Das geht aus aktuellen Daten des Deutschen Weininstituts (DWI) hervor, die nach einer umfassenden Auswertung der bundesweiten Rebflächenerhebung veröffentlicht wurden.

Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2006 hat der Anteil der Weißweinsorten kontinuierlich zugenommen und liegt nun bei 68,8 Prozent. Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 6000 Hektar, sodass die Weißwein-Anbaufläche auf insgesamt 71.378 Hektar angewachsen ist, wie Ernst Büscher vom DWI in Bodenheim berichtet.

Der unangefochtene Spitzenreiter unter den Rebsorten bleibt der Riesling mit rund 24.400 Hektar; das entspricht fast einem Viertel der gesamten deutschen Anbaufläche von 103.687 Hektar. Besonders bemerkenswert ist auch der Anstieg bei allen weißen Burgundersorten, insbesondere beim Grauburgunder, der nach Müller-Thurgau zur drittwichtigsten Weißweinsorte avanciert ist.

Eine erfreuliche Entwicklung ist auch bei den pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi) zu verzeichnen, deren Anbaufläche um über 300 Hektar gestiegen ist. Besonders hervorzuheben ist die Sorte Souvignier Gris, die nun mit 388 Hektar die Sorte Cabernet Blanc (306 Hektar) überholt hat. Dennoch machen diese neuen Sorten bisher nur etwas über drei Prozent der gesamten Anbaufläche aus.

Auch die aromatischen Weine gewinnen weiter an Bedeutung. Der Sauvignon Blanc beispielsweise erlebte einen Anstieg von 79 Hektar auf insgesamt 2002 Hektar und gehört damit inzwischen zu den zehn wichtigsten deutschen Rebsorten. Ähnliche, wenn auch leichtere Zuwächse erzielen andere Bukettrebsorten wie Gelber Muskateller, Scheurebe und Gewürztraminer.