22. August, 2026

Märkte

Deutsche Bundesanleihen zur Wochenmitte mit leichten Kursgewinnen

Deutsche Bundesanleihen zur Wochenmitte mit leichten Kursgewinnen

Deutsche Bundesanleihen haben zur Wochenmitte im Kurs leichte Zugewinne verzeichnet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg im ruhigen Vormittagshandel um 0,06 Prozent auf 132,60 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab im Gegenzug auf 2,41 Prozent nach.

Einen Tag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank dürfte das Marktgeschehen weiterhin in relativ ruhigen Bahnen verlaufen, so Analyst Christian Arnold von der DZ Bank. Besondere Aufmerksamkeit könnte den am Nachmittag erwarteten US-Industrieproduktionsdaten zukommen, die auf Hinweise zur Stärke oder Schwäche der amerikanischen Wirtschaft untersucht werden.

Parallel dazu treten zwei hochrangige Vertreter der US-Notenbank Fed, Thomas Barkin und Christopher Waller, an die Öffentlichkeit. Beide werden dem Falkenlager zugeordnet und könnten daher weniger optimistisch auf mögliche Zinssenkungen in diesem Jahr blicken als kürzlich Fed-Chef Jerome Powell. Barkin und Waller gelten als Verfechter einer straffen Geldpolitik.

In Großbritannien hingegen legten die Renditen etwas zu, nachdem die Juni-Inflation im Jahresvergleich überraschend konstant bei 2,0 Prozent blieb. Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, verharrte ebenfalls bei 3,5 Prozent. Diese Entwicklungen deuten auf eine hartnäckige Inflationslage hin, sodass Beobachter annehmen, die Bank of England werde den Leitzins am 1. August zunächst unverändert lassen. Dies spiegelt sich auch in den jüngsten Kursgewinnen des britischen Pfund gegenüber dem US-Dollar wider.