19. Mai, 2024

Märkte

Dax und MDax: Gemischte Signale an der Börse

Dax und MDax: Gemischte Signale an der Börse

Der Dax fand am Donnerstag nicht den Schwung, um seine Bestmarke weiter auszubauen. Der deutsche Leitindex näherte sich zwar zunächst seinem kürzlichen Rekordniveau von circa 18.893 Punkten, doch es mangelte den Anlegern an etwas Mut für einen erneuten Anstieg. Verluste bei den einflussreichen Siemens-Aktien zogen den Dax letztendlich nach unten. Zum Mittag hin registrierte der Index einen Rückgang von 0,27 Prozent auf 18.818,25 Zähler.

Währenddessen erlebte der MDax eine Fortführung seiner Erholung und markierte das höchste Niveau seit September 2023 mit einem Zuwachs von 0,53 Prozent auf 27.596,12 Punkte. Trotz der jüngsten Aufholjagd bleibt der Index mittelgroßer Unternehmen im Jahresvergleich hinter dem Dax zurück. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete indes ein Minus von 0,4 Prozent.

Nachdem US-Aktienmärkte am Vortag Rekorde infolge moderaterer US-Inflationszahlen erreichten, flammten Spekulationen um eine baldigere Zinswende in den USA auf. Fed-Chef Jerome Powell hatte jedoch erst kürzlich gegenläufige Signale gesetzt. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets kommentierte dies als Rückkehr der Zinssenkungshoffnung, die den Börsen weiteren Auftrieb gebe.

Dennoch könnte der letzte Abschnitt bis zur Dax-'Schallmauer' von 19.000 Punkten anspruchsvoll werden, insbesondere durch eine gedämpfte Zukunftserwartung bei Siemens. Deren Quartalsbericht ließ deren Aktien um 5,1 Prozent fallen, was als enttäuschend empfunden wurde. Auch die Deutsche Telekom, die ebenfalls Quartalszahlen vorlegte, konnte nicht vollends überzeugen, was zu einem Kursverlust von 0,8 Prozent führte.

Hingegen gab es positive Bewertungen für Ströer, deren Papiere nach einer Hochstufung durch Oddo BHF um 5,6 Prozent zulegten. Demgegenüber plant die RAG-Stiftung eine Reduktion ihres Anteils an Evonik auf unter 50 Prozent. Mit einem gemeldeten Angebotspreis von 19,99 Euro je Evonik-Aktie, einem Abschlag von 3,6 Prozent, sollen circa 4,9 Prozent der Anteile veräußert werden.

Die Versicherungsbranche zeigte sich robust, unter anderem dank positiver Quartalszahlen des Zurich-Konzerns. So konnten Hannover Rück, Munich Re und Allianz im Dax bis zu 1,8 Prozent zulegen. Im MDax stachen die Talanx-Aktien mit einem Plus von vier Prozent heraus.

Aufgrund der Dividendenabschläge bei mehreren Unternehmen könnten deren Aktien optisch geringer bewertet werden. Im Dax waren dies BMW, Daimler Truck, SAP und Symrise.