20. Juni, 2024

Märkte

Dax stagniert, Inflationsdaten im Fokus: Deutsche Bank schwächelt, Siemens Energy glänzt

Dax stagniert, Inflationsdaten im Fokus: Deutsche Bank schwächelt, Siemens Energy glänzt

Am letzten Handelstag der Woche zeigte sich der deutsche Aktienmarkt von seiner stagnierenden Seite. Der Leitindex Dax lag im frühen Handel leicht im Minus bei 18.480 Punkten. Nachdem der Dax gestern seinen tiefsten Stand seit über drei Wochen erreichte, konnte er sich schnell wieder erholen und die Verluste wettmachen.

Im Laufe des Nachmittags könnten Inflationsdaten aus den USA neue Impulse für die US-Geldpolitik und die Märkte liefern. Unter den Anlegern wächst die Unsicherheit bezüglich der erwarteten Zinssenkungen in der Eurozone und den USA. Die mit Spannung erwartete Entscheidung der Europäischen Zentralbank fällt am kommenden Donnerstag. Fachleute vermuten, dass eine erste Senkung des Leitzinses ansteht, um der hohen Inflation entgegenzuwirken, nachdem eine Phase straffer Geldpolitik durchlaufen wurde.

Trotz des jüngsten Rückschlags vom Rekordhoch bei 18.892 Punkten, hat sich die Börsenregel 'Sell in May and go away' nicht bewährt. Mit einem Anstieg von rund 3 Prozent war der Mai ein erfolgreicher Monat. Im Laufe des Monats hatte der Dax sogar eine Zwischensteigerung von über fünf Prozent verzeichnet, bevor die Zinssorgen wieder zunahmen.

Der MDax, der mittelgroße Unternehmen umfasst, fiel am Freitag um 0,4 Prozent auf 26.687 Punkte. Der EuroStoxx 50, der Leitindex für die Eurozone, verharrte auf seinem Niveau.

Im Dax waren die Aktien der Deutschen Bank die größten Verlierer, sie fielen um 2,3 Prozent. Allerdings waren sie seit Jahresbeginn um fast 25 Prozent gestiegen. Siemens Energy hingegen setzte die positive Kursentwicklung der letzten Wochen fort und legte um 1,3 Prozent zu.

Unter den Nebenwerten verloren Aktien von Carl Zeiss Meditec 1,7 Prozent. Dies ging auf eine Einstufung der Bank JPMorgan zurück, die in einer Branchenstudie kurzfristig skeptisch für das Technologieunternehmen ist und es auf die 'Negative Catalyst Watch' gesetzt hat.

Dagegen stiegen die Aktien des Labordienstleisters Synlab um 4,7 Prozent an, nachdem der Investor und Mehrheitsaktionär Cinven den verbleibenden Aktionären ein Übernahmeangebot gemacht hatte, um Synlab von der Börse zu nehmen.