18. Juli, 2024

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Dax durch Airbus und Merck KGaA unter Druck – Erholung gestoppt

Dax durch Airbus und Merck KGaA unter Druck – Erholung gestoppt

Der deutsche Leitindex Dax verzeichnete am Dienstag einen Rückgang von 0,81 Prozent und schloss bei 18.177,62 Punkten. Damit ist die Erholungsphase, die in der vergangenen Woche begann, vorerst zum Erliegen gekommen. Seit dem Rekordhoch von 18.892 Punkten Mitte Mai zeigt der Trend erneut nach unten. Positiv hervorzuheben bleibt jedoch die 100-Tage-Durchschnittslinie, welche erneut als Unterstützungslinie für den Dax fungierte und seinen mittel- bis langfristigen Trend stabilisierte. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen verlor 0,92 Prozent und schloss bei 25.467,36 Zählern. Auch im europäischen Raum zeigte sich ein negativer Trend: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,3 Prozent schwächer. In Paris und London verbuchten die Börsen ebenfalls Verluste. Auffällig im internationalen Vergleich war der Rückgang des New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial um 0,7 Prozent. Im Gegensatz dazu konnte der technologielastige Nasdaq 100 im selben Umfang zulegen. Ein ausschlaggebender Faktor für die negative Stimmung war die Senkung der Unternehmensziele von Airbus, die zu einem Kurssturz von 9,5 Prozent führte. Dies schlug sich nicht nur auf die eigene Aktie, sondern auch auf andere Branchenwerte nieder. Grund für die düsteren Aussichten sind eine Abschreibung in der Raumfahrtsparte sowie anhaltende Lieferketten-Probleme. Airbus senkte zudem das Jahresziel für die Auslieferung von Verkehrsflugzeugen und verschob das Produktionsziel der A320-Maschinen um ein weiteres Jahr. Im Fahrwasser dieser Entwicklungen verlor auch der Triebwerksbauer MTU 3,5 Prozent. Laut der Investmentbank Stifel könnten die Lieferketten-Probleme von Airbus negative Implikationen für MTU haben. Diese Kombination führte letztlich dazu, dass auch der Pharmakonzern Merck KGaA den Dax weiter belastete.