19. Mai, 2024

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Cannabis-Eigenanbau in Deutschland: Erste Trends nach Legalisierung

Cannabis-Eigenanbau in Deutschland: Erste Trends nach Legalisierung

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland wirft ihre ersten Wirkungsschatten. Seitdem erwachsene Bürgerinnen und Bürger grünes Licht für den Besitz und Konsum der Substanz haben, machen sie auch von der Möglichkeit Gebrauch, Cannabis selbst anzubauen. Eine frische Studie des renommierten Meinungsforschungsinstituts YouGov offenbart: Ein nicht unerheblicher Teil der über 18-Jährigen, nämlich sieben Prozent, hat bereits privat Cannabis-Samen erworben. Der Großteil der Befragten, exakt 89 Prozent, hat bis jetzt die Finger von der Selbstzucht gelassen, allerdings kokettieren elf Prozent mit der Idee, dies in Zukunft zu tun.

Insbesondere die jüngere Generation scheint vom Eigenanbau angetan zu sein. Die Altersklasse der 18- bis 34-Jährigen zeichnet sich durch eine erhöhte Beteiligung aus, denn hier geben 14 Prozent an, bereits Saatgut für die persönliche Cannabiszucht gekauft zu haben.

Mit dem Stichtag des 1. Apris ist der Besitz und Konsum der Hanfpflanze für volljährige Personen in Deutschland legalisiert worden, was den privaten Marché für Cannabis-Samen entstehen ließ. Unter die neue Freiheit fällt das Recht, in den eigenen Vier Wänden bis zu 50 Gramm, unterwegs höchstens 25 Gramm Cannabis bei sich zu tragen. Der eigene Anbau ist auf drei Pflanzen pro Haushalt beschränkt, wobei die Aufbewahrung und Kultivation gewissen Sicherheitsauflagen unterliegt: So müssen die Pflanzen, Samen und auch das daraus gewonnene Produkt gesichert und fernab von Kindern gelagert werden.

Die Erlaubnis beschränkt sich indes strikt auf den Eigenkonsum. Eine Weitergabe oder gar der Verkauf von Cannabisprodukten ist weiterhin untersagt, womit der Gesetzgeber einen regulierten Umgang mit der neuen Freiheit sicherstellen möchte.