12. April, 2024

Märkte

Bundesanleihen spüren Druck: Zinsaussichten verändern Marktstimmung

Bundesanleihen spüren Druck: Zinsaussichten verändern Marktstimmung

Nachdem Anleger ein verlängertes Osterwochenende genießen konnten, kehrten sie mit einer veränderten Marktsituation zurück: Deutsche Staatsanleihen sehen sich einem zunehmenden Druck ausgesetzt. Das Barometer für die Zukunftsentwicklung, der Euro-Bund-Future, gab nach und verlor im Tagesverlauf 0,48 Prozent, was ihn auf 132,65 Punkte sinken ließ. In direkter Wechselwirkung dazu erfuhr die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen einen Anstieg auf 2,35 Prozent, was Investoren zur Neubewertung ihrer Positionen zwang. Ein nicht zu unterschätzender Impuls kam über den Atlantik: Jüngste Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten entpuppten sich als unerwartet robust, was allzu optimistische Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung dämpfte. Insbesondere die überraschende Stimmungsaufhellung in der amerikanischen Industrie im Monat Februar strahlte auf die Zinslandschaft aus und ließ Anleihenrenditen anziehen. Die Analysten der DZ Bank weisen indes auf weitere Einflussfaktoren hin, die den Takt für den Handelstag vorgeben dürften. Im Fokus stehen dabei die frischen Inflationsraten aus Deutschland, deren Veröffentlichung für den Nachmittag angesetzt ist. Erwartet wird von Experten ein fortgesetzter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Doch bevor die gesamtdeutschen Daten zur Teuerungsrate ans Tageslicht kommen, gilt die Aufmerksamkeit bereits den Inflationszahlen, die am Vormittag aus den einzelnen Bundesländern berichtet werden.