Die gute Stimmung am US-Aktienmarkt hält an, beflügelt durch optimistische Zinsaussichten. Der Dow Jones Industrial konnte im frühen Handel um 0,12 Prozent auf 41.384,34 Punkte zulegen und bleibt damit nahe seinem Tagesrekordhoch von knapp 41.578 Punkten.
Der sonst oft gefürchtete August hat sich in diesem Jahr von seiner besten Seite gezeigt. Nach anfänglichen Rezessionsängsten und einem kurzen Kursrutsch folgte eine rasante Erholung der Indizes. Aktuell steuert der Dow auf einen Monatsgewinn von 1,3 Prozent zu und hat sich seit seinem Tiefststand Anfang August um 7,5 Prozent erholt.
Die Aussicht auf möglicherweise bald sinkende Leitzinsen in den USA beflügelt weiterhin die Börsen. Insbesondere scheint nur noch die Frage zu sein, wie stark die US-Notenbank Fed im September die Zinsen senken wird. Laut Commerzbank-Devisenexperte Volkmar Baur dürfte die konjunkturelle Entwicklung den Ausschlag geben. Am Freitag veröffentlichte Preisdaten aus den USA stimmen die Marktbeobachter positiv, und die Experten der ING Bank sehen grünes Licht für eine Zinssenkung im September.
Auch der S&P 500 konnte um 0,54 Prozent auf 5.622,31 Punkte zulegen. Der Nasdaq 100 verbuchte einen Zuwachs von 0,91 Prozent auf 19.500,93 Punkte, trotz vorheriger Verluste durch den Kursrutsch der Nvidia-Aktien. Während der Dow im August besser performte, bleibt der Nasdaq 100 seit Jahresbeginn im Vergleich dennoch führend.
Nvidia, der Spezialist für KI-Anwendungen, sieht sich trotz positiver Geschäftszahlen kurzfristigen Verkaufstrends ausgesetzt, was den Aktienkurs belastete. Am Freitag konnten die Nvidia-Aktien jedoch um 1,5 Prozent zulegen, was die Gesamtjahresgewinne auf beeindruckende 141 Prozent hebt. Hingegen prüft Intel verschiedene Optionen zur Restrukturierung seiner Geschäfte, was von der Börse positiv aufgenommen wurde. Der Kurs stieg am Freitag um mehr als 7 Prozent.
Dell übertraf im letzten Geschäftsquartal die Umsatzerwartungen, insbesondere bedingt durch Verkäufe von Servern für KI-Anwendungen. Die Aktien legten um etwa 1 Prozent zu. Autodesk könnten sich über Aufschläge von mehr als 3 Prozent freuen, nachdem der Gewinnausblick angehoben wurde.
Anders sieht es bei der Kosmetikkette Ulta Beauty aus. Ein verhaltener Umsatzausblick sorgte für Enttäuschung, und die Aktien fielen um etwa 3 Prozent. Lululemon blieb nahezu unverändert, nachdem das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnausblicke revidiert hatte. Die Aktie hat seit Jahresbeginn fast die Hälfte ihres Wertes verloren.