In einer dramatischen Wendung der Ereignisse in Moskau wurde ein hochrangiger russischer General durch eine Bombenexplosion getötet, als er am Dienstag sein Haus betrat. Die Explosion, die auch seinen Assistenten das Leben kostete, ereignete sich nach Angaben der Ermittler, als ein Sprengsatz, angebracht an einem Roller, detonierte. Der Vorfall betrifft keinen Geringeren als Generalleutnant Igor Kirillov, den Chef der nuklearen, chemischen und biologischen Abwehrkräfte des russischen Militärs. Kirillov, der seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 als einer der prominentesten Offiziere gilt, hatte Kiew regelmäßig beschuldigt, den Einsatz chemischer Waffen zu planen und eine sogenannte "schmutzige Atombombe" zu entwickeln. Interessanterweise hatte der ukrainische Sicherheitsdienst SBU erst einen Tag zuvor eine Mitteilung über den Verdacht auf Kriegsverbrechen gegen Kirillov veröffentlicht. Diese Mitteilung ist vergleichbar mit einem Haftbefehl und bezichtigt Kirillov der Verantwortung für die massenhafte Anwendung verbotener chemischer Waffen durch die russischen Streitkräfte an den Fronten im Osten und Süden der Ukraine. Nach Angaben der SBU wurden seit dem Ausbruch des umfassenden Krieges über 4.800 Fälle des Einsatzes chemischer Munition durch die feindlichen Kräfte dokumentiert. Ein Sprecher des SBU lehnte jedoch jegliche Stellungnahme zu dem Vorfall ab.
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Bombenanschlag in Moskau: Hoher russischer General getötet