17. Juni, 2026

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BMW-Chef kritisiert EU-Pläne für Verbrenner-Aus als industriegefährdend

BMW-Chef kritisiert EU-Pläne für Verbrenner-Aus als industriegefährdend

Der Vorstandsvorsitzende von BMW, Oliver Zipse, hat auf der Pariser Automesse deutliche Bedenken hinsichtlich des von der EU angestrebten Verbots neuer Benzin- und Dieselfahrzeuge ab 2035 geäußert. Seiner Meinung nach ist diese Maßnahme eine Bedrohung für die europäische Autoindustrie. Zipse forderte die Politik dazu auf, anstelle von Restriktionen, einen förderlichen Rahmen für Fortschritt und ökonomisches Wachstum zu schaffen.

Er legte den Fokus auf die Reduktion von CO2-Emissionen als entscheidenden Faktor für den Klimaschutz, unabhängig von der eingesetzten Technologie. Die geringe Nachfrage nach Elektroautos stellt laut Zipse ein Marktproblem dar, das nicht durch kurzfristige staatliche Subventionen gelöst werden kann. Solche Prämien für den Kauf von Elektroautos hält er für kostspielige, kurzlebige Maßnahmen, die Marktverzerrungen begünstigen. Stattdessen könne der Staat durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Wasserstoff-Tankstellen einen wichtigen Beitrag leisten.

Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten hatten 2023 beschlossen, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 zu verbieten. Dann dürfen neu zugelassene Fahrzeuge kein Kohlendioxid ausstoßen. Zipse appellierte an die EU, unrealistische Zielvorgaben zeitnah zu überprüfen. Kein EU-Mitgliedsstaat sei aktuell nahe daran, einen reinen BEV-Markt zu etablieren. Er hob hervor, dass 250 Millionen Fahrzeuge auf den europäischen Straßen potenziell durch synthetische Treibstoffe ihren CO2-Ausstoß sofort verringern könnten. Auch nach 2035 sieht Zipse in China und den USA weiterhin Märkte für Fahrzeuge, die ohne Batterien betrieben werden.