19. Juni, 2026

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Birkenstock: Der steinige Weg zur Marktstabilität

Birkenstock: Der steinige Weg zur Marktstabilität

Ein Jahr nach einem enttäuschenden Debüt an der US-Börse verzeichnet der deutsche Sandalenhersteller Birkenstock nun eine positive Entwicklung seines Aktienkurses. Am Donnerstag schlossen die Aktien knapp unter der 50-Dollar-Marke, was leicht über dem Ausgabepreis von 46 Dollar und deutlich über den zwischenzeitlichen Tiefs von rund 36 Dollar liegt. Im Oktober 2023 setzte Birkenstock den Ausgabepreis vorsichtig in der Mitte der vorher vereinbarten Spanne von 44 bis 49 Dollar fest. Die Begeisterung für den Börsengang wurde zunächst durch Investorenbedenken über das Konsumverhalten gedämpft. Am ersten Handelstag fiel der Aktienkurs fast 13 % unter den Ausgabepreis und blieb zunächst schwach. Nach dem anfänglichen Einbruch erholte sich der Kurs im Laufe des Jahres 2024 auf über 60 Dollar im August. Dennoch enttäuschten die Quartalszahlen die hochgesteckten Erwartungen der Analysten. Mit rund 1,5 Milliarden Dollar Einnahmen aus dem Börsengang gingen etwa zwei Drittel an den Großinvestor L Catterton, der mit dem Luxuskonzern LVMH und dessen Milliardärschef Bernard Arnault verbunden ist. Birkenstock nutzte seinen Anteil am Erlös, um Schulden zu reduzieren. Nach dem schwachen Börsenstart betonte Unternehmenschef Oliver Reichert, dass Birkenstock auf nachhaltiges, langfristiges Wachstum fokussiert sei. Das Unternehmen, das seine Ursprünge bis ins Jahr 1774 im deutschen Dorf Langen-Bergheim zurückverfolgt, sieht sich als Erfinder des bequemen "Fußbetts". Während die traditionellen Korksandalen einst für ihr Hippie-Image bekannt waren, hat sich Birkenstock zunehmend zu einem gefragten Modeaccessoire entwickelt, unter anderem durch Kooperationen mit hochkarätigen Marken wie Dior und Manolo Blahnik.