14. April, 2024

Pharma

Belgien schlägt neue Wege in der Tabakprävention ein: Verbot von Einweg-E-Zigaretten ab nächstem Jahr

Belgien schlägt neue Wege in der Tabakprävention ein: Verbot von Einweg-E-Zigaretten ab nächstem Jahr

In einem beispiellosen Schritt setzt sich Belgien an die Spitze des europäischen Gesundheitsschutzes. Das Land verabschiedet sich von Einweg-E-Zigaretten, nachdem die EU-Kommission grünes Licht für ein entsprechendes Verbot gegeben hat. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke erläutert den entscheidenden Anstoß für diese Regelung: Ein klares Signal soll an junge Menschen gesendet werden, um sie vor den Gesundheitsrisiken des Rauchens abzuschirmen sowie die Öffentlichkeit über die umweltschädlichen Aspekte der Einmalprodukte aufzuklären. Die Verbannung der Einweg-Varianten aus dem belgischen Markt begrüßen selbst E-Zigaretten-Verkäufer. Die Branche, vertreten durch den Verband VapeBel, sieht im Dampfen primär ein Werkzeug zur Rauchentwöhnung für Erwachsene, nicht aber als Einstieg in eine schädliche Angewohnheit. Vandenbroucke, der sich entschlossen für die Durchsetzung des Verbots eingesetzt hat, macht deutlich, dass das Dampfen von E-Zigaretten einen Beitrag zur Reduzierung des Raucheranteils leisten soll, ohne dabei den jungen Menschen als Eintrittstor zu dienen. Im Einklang mit dem Tabakbekämpfungsplan soll die Bevölkerung zur Abkehr vom Tabakkonsum ermuntert und der Einstieg von Nichtrauchern verhindert werden. Während Einwegvarianten nach Gebrauch zum Elektroschrott mutieren, bieten wiederauffüllbare E-Zigaretten eine nachhaltigere Alternative. In einem Jahr werden die Einmalprodukte, die mit nicht regenerierbaren Batterien und vorgefüllten Liquids ausgestattet sind, in Belgien nicht mehr zu finden sein. Mit diesem Vorstoß positioniert sich Belgien als Vorreiter in der EU für eine gesündere und umweltbewusstere Gesellschaft.