13. April, 2024

Pharma

Beitragsanpassungen erwartet: Private Krankenversicherungen spüren Kostendruck

Beitragsanpassungen erwartet: Private Krankenversicherungen spüren Kostendruck

Versicherungsnehmer privater Krankenkassen könnten sich auf steigende Beitragsforderungen einstellen. Dies ergibt sich aus aktuellen Äußerungen innerhalb der Versicherungsgruppe Alte Leipziger Hallesche, die einen Trend zu höheren Beiträgen prognostiziert. Grund dafür seien die merklich gestiegenen Aufwendungen für Versicherungsleistungen. Insbesondere die Hallesche Krankenversicherung verzeichnete eine Zunahme der Kosten für Versicherungsfälle um bemerkenswerte 12,3 Prozent auf über eine Milliarde Euro.

Diese Entwicklungen könnten, laut Vorstandsmitglied Wiltrud Pekarek, mittelfristig auch die gesetzliche Krankenversicherung betreffen, wo die Deutsche Bundesbank bereits vor steigenden Zusatzbeiträgen warnt, sofern keine grundlegenden Reformen erfolgen.

Positiv für die Versicherungsgruppe war die erhöhte Nachfrage nach privaten Krankenversicherungen im letzten Jahr, was das beste Neugeschäft in der Firmenhistorie zur Folge hatte und die Beitragseinnahmen signifikant anwachsen ließ. Allerdings spürte die Lebensversicherungssparte die Konkurrenz durch Bankprodukte, da höhere Zinsen für Tagesgeldkonten und ähnliche Angebote das Interesse an einmaligen Lebensversicherungsbeiträgen schwächten.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung verbuchte ein leichtes Minus bei den Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnte die Sachversicherungssparte der Alte Leipziger Versicherung ein bisher unerreichtes Neugeschäftsergebnis erzielen.

Insgesamt wuchs der Gesamtumsatz der Gruppe, zu der auch Alte Leipziger Bauspar und Trust Investment-Gesellschaft gehören, um 1,7 Prozent auf über fünf Milliarden Euro. Vorstandschef Christoph Bohn fasste das Jahr 2023 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen als äußerst erfolgreich für die ALH-Gruppe zusammen.