17. Juni, 2026

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ASMLs Verkaufsprognose stößt Halbleiterbranche in Turbulenzen

ASMLs Verkaufsprognose stößt Halbleiterbranche in Turbulenzen

Der niederländische Chipanlagenhersteller ASML sah sich am Dienstag mit einem deutlichen Kursrückgang konfrontiert, nachdem seine überarbeitete Umsatzprognose für 2025 veröffentlicht wurde. Die Befürchtungen, dass die weltweite Nachfrage nach Halbleitern nachlassen könnte, führten zu einem Ausverkauf in diesem Sektor. Analysten vermuten, dass die vorsichtigere Umsatzprognose auf eine Überkapazität in den Chipfabriken zurückzuführen sein könnte. Diese hätten während der Pandemie ASML’s teure Ausrüstung aufgestockt und ihre Effizienz gesteigert. ASML erwartet nun, einen Nettoumsatz zwischen 30 Milliarden und 35 Milliarden Euro zu erzielen, ein Betrag, der nahe dem unteren Ende der bisherigen Prognosen liegt. Diese Ankündigung führte zu einem drastischen Kursrückgang für ASML und zog eine Reihe von Halbleiteraktien mit sich, darunter auch Schwergewichte wie TSMC, Intel und Samsung Electronics. In den letzten Monaten haben große Chipproduzenten aufgrund einer stabilisierten Nachfrage auf die Zusammenarbeit mit ASML bei neuen Bestellungen verzichtet. Die Kapazitätsauslastung in den Fabriken liegt derzeit bei rund 81 %, und erst bei Werten über 90 % werden gewöhnlich neue Anlagen angeschafft. Ausgelöst durch den Rückgang in der Nachfrage nach logischen Chips und einer gedämpften Nachfrage nach Speicherchips, haben mehrere Branchenführer ihre Bestellungen reduziert oder verschoben. Einige Experten, wie Handel Jones von International Business Strategies, weisen darauf hin, dass diese Entwicklung eine kurzzeitige Schwankung darstellt, da die langfristige Nachfrage nach Chips, insbesondere für AI-Anwendungen, robust bleibt. Samsung führt fortschrittliche Technologien ein, die die Zykluszeit der Maschinen signifikant reduzieren könnten, was potenziell zu einem Überschuss an Kapazitäten bei den extrem ultraviolett (EUV) Lithographiemaschinen führen könnte. Trotz kurzfristiger Unsicherheiten bleibt der Optimismus für die Chipindustrie bestehen.