22. August, 2026

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ASML-Aktie überschreitet historische 1.000-Euro-Marke, gerät aber ins Stocken

ASML-Aktie überschreitet historische 1.000-Euro-Marke, gerät aber ins Stocken

Die Aktien des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML haben nach dem erstmaligen Sprung über die Marke von 1.000 Euro zu Wochenbeginn einen leichten Rückschlag erlitten. Im Handel am Nachmittag des folgenden Dienstags fiel der Kurs in Amsterdam um 0,3 Prozent auf etwa 995 Euro. Dieser Kursrückgang reflektiert den allgemein schwächeren Trend des europäischen Technologiesektors an diesem Tag.

Am Montag hatte ASML eine historische Marke erreicht und war in der Spitze sogar bis auf fast 1.011 Euro gestiegen. Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens liegt bei knapp 400 Milliarden Euro. Die Überschreitung der 1.000-Euro-Marke könnte zudem die Wahrscheinlichkeit eines Aktiensplits erhöhen, ein Schritt, der bei hochpreisigen Aktien nicht ungewöhnlich ist.

Die Aktien des Unternehmens haben seit Jahresbeginn beeindruckende 46 Prozent zugelegt, was auch im bedeutenden EuroStoxx 50 Index bemerkenswert ist. Nur die italienische Großbank Unicredit konnte ihren Börsenwert in diesem Zeitraum noch deutlicher steigern. Im Stoxx Europe 600 Index, der die 600 größten europäischen Unternehmen abbildet, hat sich ASML inzwischen auf den zweiten Platz vorgemeldet und dabei den französischen Luxusgüterhersteller LVMH hinter sich gelassen. LVMH verzeichnete seit Jahresbeginn einen Kursverlust von etwa sechs Prozent und fiel mit einem Börsenwert von rund 350 Milliarden Euro auf den dritten Platz zurück.

Obwohl Novo Nordisk weiterhin das wertvollste börsennotierte Unternehmen in Europa bleibt, ist ASML aufgrund der Euro-Währung das wertvollste Unternehmen der Eurozone. Der Halbleiterausrüster profitiert erheblich vom Hype um Künstliche Intelligenz (KI) und hat seinen Börsenwert in den letzten fünf Jahren mehr als verfünffacht.

Am 17. Juli wird ASML seine Zahlen für das zweite Quartal bekanntgeben. Prognosen von Bloomberg deuten darauf hin, dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist, sein Umsatzziel von 27,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2024 zu erreichen, auch wenn der Umsatz im Jahresvergleich rückläufig sein dürfte. Der Auftragseingang sollte im vergangenen Quartal über 4 Milliarden Euro gestiegen sein und die Konsensschätzungen für den operativen Gewinn wahrscheinlich übertroffen haben.

Analysten sind zuversichtlich, dass der Kursaufschwung von ASML noch nicht beendet ist. Zum Beispiel prognostiziert Raymond James einen Kursanstieg der in den USA gehandelten Papiere auf bis zu 1.300 US-Dollar, was umgerechnet gut 1.200 Euro entspricht. Führend in den Prognosen bleibt derzeit Oddo BHF mit einem Kursziel von 1.300 Euro, während auch Citigroup und Jefferies Kursziele von über 1.200 Euro festgelegt haben.