05. Mai, 2026

Politik

Alberta verstärkt Grenzschutz: Neue Sheriff-Einheiten im Einsatz

Alberta verstärkt Grenzschutz: Neue Sheriff-Einheiten im Einsatz

Die westkanadische Provinz Alberta wird 29 Millionen kanadische Dollar investieren, um eine neue Patrouilleneinheit zu schaffen, die ihre 298 Kilometer lange Grenze zum US-Bundesstaat Montana überwacht. Diese Maßnahme wurde angekündigt, nachdem der designierte US-Präsident Donald Trump angedroht hatte, Importe aus Kanada und Mexiko mit einem 25-prozentigen Zoll zu belegen, falls diese Länder nicht mehr gegen illegale Einwanderung und Drogenhandel unternehmen.

Die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, erklärte, dass die Provinz bereits seit Juli 2023 an der Verbesserung der Grenzsicherheit arbeitet. Trumps Drohung habe jedoch den Anstoß gegeben, die Pläne zu beschleunigen. Alberta ist die führende ölproduzierende Provinz Kanadas und exportiert täglich rund 4 Millionen Barrel in die USA. Ein solcher Zoll würde die Provinz besonders hart treffen.

Die neue Interdiction Patrol Team wird Teil der Alberta Sheriffs Strafverfolgungsbehörde sein und aus 51 uniformierten Beamten bestehen, die mit Karabinern bewaffnet sind. Unterstützt werden sie von vier Drogenspürhunden, zehn Hilfskräften, vier Drogenanalysatoren und Überwachungsdrohnen. Zudem wird Alberta eine zwei Kilometer breite Grenzzone schaffen, in der Sheriffs Personen ohne Haftbefehl festnehmen können, wenn sie illegal die Grenze überqueren oder mit illegalen Drogen oder Waffen handeln.

Mike Ellis, der Minister für Öffentliche Sicherheit von Alberta, erklärte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Smith: „Die heutige Ankündigung ist eine starke Investition der Regierung von Alberta und zeigt, wie ernst wir die aktuelle Situation nehmen.“ Alberta verfügt über sechs offizielle Grenzübergänge entlang seiner dünn besiedelten Grenze zu Montana.