19. April, 2024

Grün

Abschied von der Kohle: RWE stellt fünf Blöcke aus den Siebzigern ab

Abschied von der Kohle: RWE stellt fünf Blöcke aus den Siebzigern ab

In einer signifikanten Abkehr von fossilen Brennstoffen hat der Energieversorger RWE die Abschaltung von fünf Kohlekraftwerksblöcken verkündet, die aus den 1970ern stammen. RWE betont, dass dieser Schritt ein entschiedener Beitrag zur Energiewende darstelle und in Einklang mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns stehe.

Gefallen sind die Entscheidungen für die Blöcke der Kraftwerke Neurath in Grevenbroich und Niederaußem in Bergheim, die zuvor eine Verlängerung ihrer Betriebszeit erhalten hatten. Diese Maßnahme war Teil der sicherheitspolitischen Strategie der Bundesregierung, um auf die akute Energiekrise, insbesondere durch die Verknappung von Erdgas, zu reagieren. Mit der Abschaltung dieser Anlagen setzt RWE nun das angekündigte Ende der kohlebasierten Stromproduktion in diesen Bereichen um.

Während der letzten Monate waren diese Blöcke teils nur sporadisch aktiviert worden, um bei Bedarf die Stromversorgung zu unterstützen. Trotz früherer Pläne, die zwei Blöcke im Kraftwerk Neurath bereits Ende 2022 außer Betrieb zu nehmen, hatte sich die Frist aufgrund der Gasmangelproblematik bis Ende März 2024 verlängert. Nunmehr wurden sie vorzeitig stillgelegt, ebenso wie zwei bereits verlängerte Blöcke im Brandenburger Kraftwerk Jänschwalde.

Die Bundesnetzagentur hat in einer ersten Reaktion bestätigt, dass die jüngsten Abschaltungen keine negativen Auswirkungen auf die Gewährleistung der Versorgungssicherheit haben werden, was den Schritt zur Einstellung der betagten Kohleblöcke zusätzlich legitimiert.