Ein Berliner Start-up erhält eine halbe Milliarde Euro Finanzierungsvolumen
Massive Kapitalspritze für den Berliner Immobiliensektor: Die Fortress Investment Group hat eine Finanzierungszusage in Höhe von 500 Millionen Euro erteilt. Hinter dem US-Investor steht Mubadala, der mächtige Staatsfonds von Abu Dhabi.
Die Transaktion wird über ein neu gegründetes Joint Venture abgewickelt. Erklärtes Ziel ist der großflächige Ankauf deutscher Wohnimmobilien durch dieses Vehikel.
Das Start-up GNIW (Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) übernimmt dabei die operative Schlüsselrolle. Es identifiziert geeignete Objekte auf dem Markt und verantwortet das komplette Portfoliomanagement für den Fonds.

Der vollständige Immobilienerwerb unterscheidet GNIW von der Konkurrenz
Das Geschäftsmodell fokussiert sich strikt auf den sogenannten Rückmietkauf. GNIW erwirbt Einfamilienhäuser von älteren Eigentümern, die Liquidität aus ihrem 'Betongold' lösen, aber ihren Wohnsitz nicht aufgeben möchten.
Im direkten Wettbewerbsumfeld wählt das Unternehmen einen klaren Ansatz. Anders als Anbieter von Teilverkäufen übernimmt GNIW stets 100 Prozent der Immobilie, um rechtliche Grauzonen zu vermeiden.
„Damit halte man das Konstrukt einfach“, so Sascha Lohfink, Geschäftsführer von GNIW.
Marktbegleiter erwerben häufig weniger als 50 Prozent der Anteile, was oft zu komplexen Miteigentümer-Strukturen führt. Der Berliner Ansatz zielt auf klare Besitzverhältnisse bei sofortiger Liquidität für die Verkäufer.
Prominente Szeneköpfe profitieren vom Ritterschlag durch Fortress.
Dem Deal ging eine umfassende Due-Diligence-Prüfung voraus. Dass Fortress sich von der Expertise der Berliner überzeugen ließ, gilt in der deutschen PropTech-Branche als massiver Vertrauensbeweis.
Profitieren werden auch die frühen Geldgeber, die das Unternehmen strategisch aufgebaut haben. Zu den bekannten Business Angels gehören unter anderem Project-A-Gründer Florian Heinemann und Friendsurance-Gründer Sebastian Herfurth.


