02. Januar, 2026

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Zustimmungswelle für Stromtrassen: Fortschritte in der Energiewende

Der Ausbau der Strom-Übertragungsinfrastruktur in Deutschland hat jüngst einen bedeutenden Fortschritt erzielt. Die Bundesnetzagentur berichtet, dass im vergangenen Jahr Genehmigungen für etwa 2.000 Kilometer neuer Hochleistungs-Stromleitungen, oftmals als "Stromautobahnen" bezeichnet, erteilt wurden. Diese Zahl stellt eine beachtliche Zunahme von rund 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar, als 1.280 Kilometer genehmigt wurden.

Im Jahr 2025 wurden mehrere zentrale Genehmigungsverfahren für bedeutende Gleichstrom-Leitungsprojekte erfolgreich abgeschlossen, darunter A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink. Diese Hochleistungs-Verbindungslinien durchqueren verschiedene Bundesländer und dienen vornehmlich dem Transport von Windstrom aus Norddeutschland in die Leistungszentren im Süden und Westen des Landes. Der Großteil dieser Leitungen wird umwelt- und landschaftsschonend als Erdkabel verlegt.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, würdigte das vergangene Jahr als ein "Rekordjahr der Stromnetz-Genehmigungen". Er hob hervor, dass der Ausbau der Strominfrastruktur von entscheidender Bedeutung für den Gelingen der Energiewende sei. Der Erfolg bei den Genehmigungsverfahren dieser bedeutenden Stromtrassen sei insbesondere auf die beschleunigten Verfahren der letzten Jahre zurückzuführen.

Der gesetzliche Bedarf für den Ausbau des Stromnetzes ist derzeit auf etwa 16.800 Kilometer festgesetzt. Die Bundesnetzagentur trägt hierbei die Verantwortung für die Genehmigung von 9.600 Kilometern. Bis zum Jahr 2025 sind die Verfahren für ca. 4.700 Kilometer vollständig abgeschlossen worden, während die Zuständigkeit für die Genehmigung der restlichen 7.200 Kilometer bei den einzelnen Bundesländern liegt.

Bis zum Ende Juni 2025 wurden bereits über 3.500 Kilometer des Übertragungsnetzes fertiggestellt, was einen Zuwachs von 500 Kilometern im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Inbetriebnahme der Projekte A-Nord, SuedLink und SuedOstLink wird für das Jahr 2027 erwartet, während Ultranet voraussichtlich Ende 2026 betriebsbereit sein wird. Insgesamt umfasst das derzeitige Strom-Übertragungsnetz etwa 39.000 Kilometer, während das gesamte Strom-Verteilnetz über alle Spannungsebenen hinweg eine beeindruckende Gesamtlänge von rund 1,8 Millionen Kilometern erreicht.