14. März, 2026

Technologie

Zusammenarbeit als Schlüssel im Kampf gegen Cyberbedrohungen

Zusammenarbeit als Schlüssel im Kampf gegen Cyberbedrohungen

In einer Zeit, in der Cyberangriffe zu einer alltäglichen Bedrohung für Unternehmen und Behörden geworden sind, spricht sich die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, für eine engere Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft aus. Während des 20. IT-Sicherheitskongresses in Bonn betonte Plattner, dass nur das gemeinsame Wirken von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft die Cybersecurity nachhaltig stärken könne. Sie unterstrich die Bedeutung von regelmäßigem Training in kooperativer Verteidigung und Reaktion auf Cyberbedrohungen.

Die BSI-Chefin bemerkte, dass besonders Kommunen sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) häufig vor den Herausforderungen eines effektiven IT-Schwachstellenmanagements zurückschrecken. Hier könne die Automatisierung von Sicherheitsprozessen, die branchenübergreifend anwendbar sind, Abhilfe schaffen. Plattner machte darauf aufmerksam, dass die Frage nicht sei, ob, sondern wann Organisationen Ziel von Cyberangriffen würden.

Insbesondere KMUs sind weiterhin stark von der Gefahr der Erpressung durch sogenannte Ransomware betroffen, bei der Hacker wichtige Daten verschlüsseln und nur gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigeben. Plattner wies ebenfalls auf die latenten Gefahren von Cyberspionage und Sabotage hin, die reale Szenarien darstellen.

Darüber hinaus nutzt das BSI das zweitägige Online-Event auch als Rekrutierungsplattform, um die Lücke von 200 fehlenden IT-Fachkräften zu schließen. Aktuell zählt das Bundesamt etwa 1500 Mitarbeiter und ist aktiv auf der Suche nach Experten, die das Team verstärken sollen.