14. April, 2024

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Zug um Zug ins Studium: Deutschlandticket für Studenten auf verschiedenen Gleisen

Zug um Zug ins Studium: Deutschlandticket für Studenten auf verschiedenen Gleisen

Studierende deutschlandweit haben Grund zur Freude: Mit dem Anbruch des Sommersemesters öffnen sich viele Schranken für preisbewusstes Reisen quer durch die Bundesrepublik. Für schmale 29,40 Euro im Monat gewährt das neu aufgelegte Deutschlandticket freie Fahrt in regionalen und städtischen Verkehrsmitteln. Doch während zahlreiche Akademiker bereits den vollen Umfang dieser Vergünstigung genießen, stehen manche Hochschulen dem Projekt noch abwartend gegenüber oder haben sich entschlossen, außen vor zu bleiben.

In Hessen und Hamburg haben Studierende bereits frühzeitig das Signal auf "Go" gestellt bekommen. Ab Beginn des Sommersemesters oder selbst schon seit dem 1. März dürfen sie zu dem vergünstigten Preis in Busse und Bahnen steigen. Rheinland-Pfalz schließt sich dieser Fortbewegungsfreiheit an – jedoch mit einer kleinen Verzögerung weiterer Städte bis zum Wintersemester.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen, wo der Wechsel vom lokal gültigen Semesterticket zum deutschlandweit einlösbaren Deutschlandticket flächendeckend vollzogen wird. Institutionen wie die Universitäten Köln, Bonn sowie die TU Dortmund sind Vorreiter dieses Wandels.

Einen kontrastierenden Ansatz verfolgt man in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Hier wird das Angebot nur selektiv angenommen – etwa in Halle und Rostock. Andere Orte wie Magdeburg setzen auf die Resultate studentischer Abstimmungen, mit potenzieller Umsetzung erst im kommenden Wintersemester.

Weitblick beweisen hingegen Niedersachsen, das Saarland und Thüringen. Hier zielte man von Anfang an auf das Wintersemester ab, wohlwissend um planerische Herausforderungen. Die Studentenschaften signalisieren jedoch Offenheit, besonders für prägnante Hochschulorte wie Erfurt und Jena.

Bayern und Baden-Württemberg verfolgen unterdessen pragmatische Eigengänge. Das "bayerische Ermäßigungsticket" und das "D-Ticket JugendBW" demonstrieren, wie landesspezifische Lösungen studentisches Reisen erleichtern können – ebenso bundesweit gültig, wenn auch nicht direkt unter dem Dach des Deutschlandtickets.

Die Realisierung des subventionierten Deutschlandtickets hängt weiterhin von Kooperationen zwischen Hochschulen und Verkehrsbetrieben ab, eine Vereinbarung, welche im letzten November von Bund und Ländern lanciert wurde. Ein Spiegelbild der föderalen Vielfalt, in dem studentische Mobilität und lokales Engagement einen gemeinsamen Takt finden.