24. Juni, 2024

Märkte

Zögerlicher Wochenstart an Europas Börsen trotz Zinsperspektiven

Zögerlicher Wochenstart an Europas Börsen trotz Zinsperspektiven

Die Leitbörsen in Europa zeigen sich zu Beginn der Woche weiterhin verhalten. Der pan-europäische EuroStoxx 50 notierte mit einem minimalen Plus von 0,08 Prozent bei 5039,43 Punkten. Auch der französische Cac 40 ließ mit einem kleinen Anstieg um 0,16 Prozent auf 8108,01 Punkte kaum Aufbruchsstimmung erkennen.

Marktbeobachter verweisen auf die Ruhe an den Finanzmärkten, die durch den Feiertag in Großbritannien und den USA noch verstärkt wird. Mangels signifikanter Wirtschaftsdaten, bis auf einen leicht enttäuschenden deutschen Ifo-Index, fehlt es an frischen Impulsen.

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets, sieht in den bevorstehenden Inflationszahlen aus Deutschland und der Eurozone eventuelle Katalysatoren für die Marktentwicklung. Er geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihren Zinsschritt schneller als die US-Notenbank vollziehen könnte, was die Attraktivität der europäischen Aktienindizes für Anleger erheblich steigern dürfte.

Unter den Unternehmensnachrichten sticht die mögliche Übernahmediskussion zwischen Julius Bär und EFG International heraus. Nach vorläufigen Gesprächen über einen möglichen Zusammenschluss, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet wurden, zeigten die Aktien von Julius Bär eine leicht negative Tendenz mit einem Rückgang von 1,3 Prozent. Die Papiere von EFG International hingegen legten um beachtliche 3,6 Prozent zu.

Indessen konnte die UBS moderate Gewinne verbuchen. Die Großbank hat laut einem Bericht der "Financial Times" die Suche nach einem externen Nachfolger für Konzernchef Sergio Ermotti eingestellt und konzentriert sich darauf, die Nachfolge aus den eigenen Reihen zu regeln, mit drei internen Kandidaten als potentielle Nachfolger.