18. Juli, 2024

Wirtschaft

Zerstörtes Wärmekraftwerk in der Westukraine: Ein Ausblick auf den Winter

Zerstörtes Wärmekraftwerk in der Westukraine: Ein Ausblick auf den Winter

Das Wärmekraftwerk Burschtyn in der Westukraine, einst ein Eckpfeiler der regionalen Energieversorgung, ist nach wiederholten russischen Angriffen unwiderruflich zerstört worden. Switlana Onyschtschuk, die Gouverneurin der Region Iwano-Frankiwsk, erklärte am Freitag in einer Radiosendung, dass das Kraftwerk aufgrund der immensen Beschädigungen nicht wieder aufgebaut werden könne.

Die Anlage, nur etwa 130 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, wurde mehr als zwölfmal Ziel russischer Attacken. Die Zerstörung hat erhebliche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung, die nun in Erwartung des kommenden Winters mit mobilen Heizkesselanlagen versorgt werden soll. Diese temporären Maßnahmen sollen die Fernwärmeversorgung sicherstellen und die Notlage der Bewohner abmildern.

Seit mehr als zwei Jahren wehrt sich die Ukraine gegen die russische Invasion, wobei das russische Militär seit Mitte März gezielt Wärme- und Wasserkraftwerke mit Drohnen und Raketen angreift. Nach Angaben der Behörden wurden dabei bereits über 9000 Megawatt an Kraftwerksleistung zerstört. Allein das Wärmekraftwerk Burschtyn hatte eine Nennleistung von 2400 Megawatt, was die immense Energiekrise verdeutlicht, vor der die Region nun steht.