14. April, 2024

Wirtschaft

Zeppelin trotzt Widrigkeiten: Umsatzsteigerung im zweiten besten Firmenjahr

Zeppelin trotzt Widrigkeiten: Umsatzsteigerung im zweiten besten Firmenjahr

Inmitten globaler Unsicherheiten und einem schwierigen Marktumfeld legt der Zeppelin-Konzern eine erstaunliche Performance hin und meldet für das vergangene Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung. Der scheidende Unternehmenschef Peter Gerstmann, der auf eine 24-jährige Erfolgsgeschichte im Unternehmen zurückblicken kann, zeigte sich über das Ergebnis erfreut. Er bezeichnete das Jahr trotz der Herausforderungen, wie beispielsweise die instabile Situation in der Baubranche, als das zweitbeste in der Firmengeschichte.

Die Aufwärtsentwicklung des Konzerns, der sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Bau- und Landmaschinen der renommierten Marke Caterpillar sowie im Anlagenbau und der Bereitstellung von Antriebssystemen für die Energieindustrie beschäftigt, zeigt sich in den Zahlen: Der Umsatz erhöhte sich leicht von 3,8 Milliarden auf 3,9 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich markant auf etwa 154 Millionen Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als noch 135 Millionen Euro verbucht wurden.

Diese positive Entwicklung führt Gerstmann unter anderem auf eine zunehmende Normalisierung der Lieferketten zurück, welche es dem Unternehmen ermöglichte, einen hohen Auftragsbestand effektiv abzuarbeiten. Auch der teilweise Rückzug aus dem russischen Markt scheint dem Konzern nicht geschadet zu haben. Erwartete Umsatzeinbußen aus diesem Bereich konnten im Jahr 2023 kompensiert werden.

Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern jedoch eine verhaltene Investitionsbereitschaft der Kunden, bedingt durch die anhaltenden kriegerischen Konflikte, eine anziehende Inflation und steigende Kosten. Diese Faktoren könnten sich negativ auf den Auftragseingang im Segment der Baumaschinen auswirken.

Mit Gerstmanns Abgang vollzieht sich ein Wechsel an der Spitze des Konzerns. Matthias Benz bereitet sich auf die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden der Geschäftsführung vor. Benz, der bisherige Erfahrungen unter anderem bei ZF sammelte, wird ab Juli in die Geschäftsführung eintreten und ab Oktober als deren Vorsitzender agieren.

Bilanzierend steuert Zeppelin aus einem erfolgreichen Jahr in eine ungewisse Zukunft, wobei der Fokus auf Stabilität in volatilen Zeiten liegen dürfte.