23. Juni, 2024

Unternehmen

Zahlen enttäuschen - Salesforce erschüttert Anlegervertrauen

Mit einem unerwartet schwachen Wachstumsausblick sorgt Salesforce für Enttäuschung am Markt und zieht auch die Aktie von SAP in Mitleidenschaft.

Zahlen enttäuschen - Salesforce erschüttert Anlegervertrauen
Salesforce kündigt für das zweite Quartal nur bis zu acht Prozent Umsatzwachstum an – das erste Mal seit fast 20 Jahren ohne zweistelliges Quartalswachstum.

Ein unerwarteter Rückschlag

Salesforce, der führende Anbieter von Kundenmanagement-Software (CRM), sieht sich mit einem unerwarteten Rückgang des Wachstumstempos konfrontiert.

Salesforce vor Quartalsbericht
Umsatzsteigerung und Gewinnwachstum im Fokus der Anleger.

Für das laufende zweite Quartal prognostizieren die Kalifornier lediglich ein Umsatzwachstum von bis zu acht Prozent im Jahresvergleich, was das Ende der beeindruckenden Serie zweistelliger Wachstumsraten seit fast zwei Jahrzehnten markiert.

Auswirkungen einer schwächeren Wirtschaftslage

Die jüngsten Wirtschaftsdaten und die gedämpfte Nachfrage haben Salesforce schwer getroffen.

Analysten wie Karl Keirstead von der UBS und Mark Murphy von JPMorgan weisen darauf hin, dass die schleppenden Buchungen auf eine breitere Malaise in der Softwarebranche hindeuten, ohne klare Anzeichen für eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

Operative Herausforderungen und Marktreaktion

Trotz eines Umsatzanstiegs im ersten Quartal um 11 Prozent auf 9,13 Milliarden Dollar zeigen die Ergebnisse und der schwache Ausblick deutlich, dass Salesforce vor erheblichen operativen Herausforderungen steht.

Quelle: Eulerpool

Die Ankündigung führte zu einem drastischen Kursrutsch der Salesforce-Aktien um 15,8 Prozent im vorbörslichen Handel, was den niedrigsten Stand seit Ende November 2023 markiert.

Rückwirkungen auf SAP

Die negativen Nachrichten aus San Francisco beeinflussen auch den deutschen Softwaregiganten SAP. Die Aktie von SAP verlor nach Bekanntgabe des Salesforce-Ausblicks im XETRA-Handel zeitweise 2,56 Prozent und rutschte damit unter wichtige technische Unterstützungslinien.

Quelle: Eulerpool

Dies unterstreicht die verbundene Volatilität in der Technologiebranche und die globalen Auswirkungen von Entwicklungen bei führenden US-Technologiefirmen.

Strategische Neuausrichtungen

In Reaktion auf die Marktbedingungen und interne Herausforderungen hat Salesforce seine Prognosen für das operative Margenziel gesenkt und strebt nun 19,9 Prozent an, gegenüber zuvor angepeilten 20,4 Prozent.

Diese Korrekturen verdeutlichen die Bemühungen von Salesforce, die Profitabilität in einem zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld zu steuern.

Prüfstein für Resilienz

Die aktuellen Entwicklungen bei Salesforce dienen als wichtiger Prüfstein für die Resilienz des Unternehmens in schwierigen Zeiten.

Mit dem anhaltenden Druck durch wirtschaftliche Unsicherheit und intensiven Wettbewerb wird die Fähigkeit von Salesforce, sich anzupassen und innovativ zu bleiben, entscheidend sein, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und eine führende Position im Markt zu behaupten.