23. Juni, 2024

Unternehmen

Workday-Aktie stürzt ab: Wirtschaftskrise voraus?

Düstere Beschäftigungsaussichten und steigende Zinsen drücken Workdays Umsatzerwartungen.

Workday-Aktie stürzt ab: Wirtschaftskrise voraus?
Die Nachricht von Workdays gesenkten Umsatzerwartungen hat die Finanzmärkte aufgewühlt. Mit einem abrupten Wertverlust von fast neun Milliarden Dollar steht das Unternehmen symbolisch für einen sich verschlechternden Arbeitsmarkt.

Die Aktie des US-Personalsoftwareanbieters stürzte an der New Yorker Börse um mehr als 15 Prozent ab, was einem Verlust von rund neun Milliarden US-Dollar am Firmenwert gleichkommt.

Quelle: Eulerpool

Der Grund für diesen drastischen Einbruch? Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das Jahr 2025 gesenkt, hauptsächlich bedingt durch ein erwartetes schwächeres Beschäftigungswachstum.

Quelle: Eulerpool

Steigende Zinsen und Inflation belasten den Arbeitsmarkt

Workday, bekannt für seine Softwarelösungen zur Personalverwaltung, sieht sich mit einem verlangsamten Wachstum im Beschäftigungssektor konfrontiert.

„Firmen planen weniger Neueinstellungen, da sie durch anhaltend höhere Zinsen und die Inflation unter Druck stehen“, erklärte das Unternehmen.

Diese Entwicklungen kommen zu einer Zeit, in der die US-Wirtschaft bereits anfängt, die Zügel anzuziehen, um der Inflation Herr zu werden, was unweigerlich die Kreditkosten für Unternehmen erhöht und zu Zurückhaltung bei den Ausgaben führt.

Broker reagieren mit gesenkten Kurszielen

Die Reaktion der Finanzwelt ließ nicht lange auf sich warten: Mehr als 15 führende Banken und Brokerhäuser, darunter Schwergewichte wie Barclays und Jefferies, haben ihre Kursziele für Workday-Aktien nach unten korrigiert.

Diese Korrekturen signalisieren eine deutliche Besorgnis über die zukünftige Performance des Unternehmens in einem abkühlenden Arbeitsmarkt.

Für das Fiskaljahr 2025 hat Workday nun Einnahmen aus der Softwarenutzung in Höhe von 7,7 Milliarden bis 7,73 Milliarden Dollar prognostiziert – bis zu 50 Millionen Dollar weniger als bisher angenommen.

Obwohl das Unternehmen im ersten Quartal mit Einnahmen von 1,99 Milliarden Dollar leicht über den Analystenschätzungen von 1,97 Milliarden Dollar lag, scheint dies wenig zu trösten angesichts der langfristigen Herausforderungen.

Was bedeutet das für Investoren?

Es geht nun darum, die Langzeitaussichten von Workday zu bewerten. Die aktuelle Marktlage und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Indikatoren sind entscheidend, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.