19. Mai, 2024

Politik

Wohnhaus im belgorodschen Grenzgebiet bei Angriff schwer beschädigt

Wohnhaus im belgorodschen Grenzgebiet bei Angriff schwer beschädigt

Inmitten angespannter Konflikte zeichnet sich ein weiterer Vorfall im russischen Grenzraum ab. In der Region Belgorod wurde ein mehrstöckiges Wohnhaus stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist das Gebäude von Trümmerteilen einer ukrainischen Totschka-U-Rakete getroffen worden, wobei bislang keine unabhängige Verifizierung dieser Behauptung erfolgen konnte. Der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow berichtete von mindestens 19 Verletzungen infolge des Geschehens, während Angaben zu eventuellen Todesfällen noch nicht bestätigt sind.

In den Weiten des Internets kursieren Fotografien, die ein erheblich beschädigtes Bauwerk zeigen, aus dem ein ganzer Block herausgerissen scheint. Medienberichte lassen befürchten, dass noch Personen unter den Trümmern eingeschlossen sein könnten. Vor dem Vorfall war in der Nähe der Ukraine, die derzeit von russischen Kräften angegriffen wird, ein Raketenalarm ausgelöst worden.

Während die ukrainische Seite noch keine offiziellen Aussagen getroffen hat, ziehen ukrainische Medien die von Russland präsentierte Darstellung in Zweifel. So äußerte die Agentur Ukrinform, unter Berufung auf einen Fachmann, die Vermutung, dass die auf Bildern dokumentierten Zerstörungen auch das Resultat einer gezielten Sprengung sein könnten. Ein derartiges Vorgehen würde möglicherweise darauf abzielen, Provokationen zu schaffen und eigene Angriffshandlungen zu rechtfertigen.

Obgleich die russischen Grenzgebiete wiederholt vom Beschuss betroffen sind, stehen die Opferzahlen und Schäden in keiner Relation zu den verheerenden Kriegsauswirkungen in der Ukraine.