19. Mai, 2024

Wirtschaft

Wirtschaftsführer gegen gesellschaftliche Spaltung: Siemens und weitere Konzerne für Vielfalt und Offenheit

Wirtschaftsführer gegen gesellschaftliche Spaltung: Siemens und weitere Konzerne für Vielfalt und Offenheit

In einem deutlichen Appell warnt Siemens-Chef Roland Busch vor den negativen Auswirkungen, die Populismus, Extremismus und Rassismus auf den Wirtschaftsstandort Deutschland haben können. Busch betonte die Notwendigkeit einer vereinten Gesellschaft sowie den Erhalt des Wohlstands durch Vielfalt und Toleranz, die als essentiell für Fortschritt und Konkurrenzfähigkeit erachtet werden. Diesen Aspekt hebt auch die von Siemens mitgetragene Wirtschaftsallianz 'Wir stehen für Werte' hervor, welche die Bedeutung von offenen Märkten und die Vertiefung der europäischen Integration unterstrich, laut Aussage von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Die Allianz, der neben Siemens auch die Deutsche Bahn und die Deutsche Bank angehören, sieht in der europäischen Einheit eine kritische Komponente für Wettbewerbsfähigkeit, gerade in Zeiten, wo populistische Strömungen in die entgegengesetzte Richtung wirken. Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz wies auf interne Herausforderungen hin, in denen politische Äußerungen auf Konzernplattformen auftauchen, welche nicht mit den Unternehmenswerten vereinbar sind. Verschärfte Maßnahmen, wie das Schließen von Kommentarfunktionen und ein vehementerer Diskurs, wurden implementiert, um gegen die Verbreitung von extremistischen Einstellungen vorzugehen. Das Hauptziel der Beteiligten besteht darin, monolithische Denkstrukturen aufzubrechen und durch einen offenen Dialog eine Brücke zu schlagen, welche als einzige Möglichkeit gesehen wird, um der populistischen Spaltung entgegenzuwirken. Lutz erläuterte die Bereitschaft des Bahn-Konzerns, Mitarbeiter, die sich extrem äußern, von internen Netzwerken auszuschließen, um die Unternehmenskultur zu wahren und den Wertediskurs zu schützen.