29. Februar, 2024

Wirtschaft

Wiener Luxuskaufhausprojekt von Signa steuert in die Insolvenz

Wiener Luxuskaufhausprojekt von Signa steuert in die Insolvenz

In der österreichischen Hauptstadt Wien steht ein großangelegtes Bauprojekt der Signa-Gruppe, ein Luxuskaufhaus namens Lamarr, vor ungewissen Zeiten. Die Trägergesellschaft Mariahilfer Straße 10-18 Immobilien GmbH sieht sich gezwungen, Insolvenz anzumelden, wie der Kreditschutzverband KSV1870 informierte. Eingereicht wurde der Antrag beim zuständigen Handelsgericht in Wien, wodurch die finanziellen Turbulenzen des Vorhabens bestätigt wurden.

Das Prestigeprojekt galt als Juwel der Unternehmensgruppe und sollte im Jahr 2025 auf der bekanntesten Shoppingmeile der Donaumetropole seine Pforten öffnen. Jedoch ist die Realität eine andere: Seit Wochen verzeichnen die Bauarbeiten einen Stillstand, sodass sich das geplante Eröffnungsdatum in immer weitere Ferne rückt.

Nicht nur unmittelbar für das Kaufhausprojekt, sondern auch für René Benko, den Gründer der Signa-Gruppe, könnte das Insolvenzgesuch weitreichende Konsequenzen haben. Berichten der Tageszeitung "Der Standard" sowie der Deutschen Presse-Agentur zufolge hat die österreichische Finanzprokuratur, die juridische Interessen des Staates vertritt, eine Insolvenzeröffnung gefordert. Der Antrag wurde in Benkos Geburtsstadt Innsbruck gestellt, wobei dessen Ausgang momentan in der Schwebe bleibt. Die Signa-Gruppe wich bezüglich des Vorfalls von einer Stellungnahme ab, während die Finanzprokuratur jegliche Kommunikation zu dem laufenden Verfahren ablehnte.

Die in der Vergangenheit energisch voranschreitende Signa-Gruppe sieht sich nun im Angesicht steigender Zinsen, eskalierender Baukosten und einem allgemeinen Anstieg der Energiepreise mit der Insolvenz einiger Unternehmensteile konfrontiert - ein Schicksal, das nun auch das Wiener Lamarr-Kaufhausprojekt ereilt hat.