22. Februar, 2024

Märkte

Wiener Börse schließt mit leichtem Minus – US-Jobdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen

Wiener Börse schließt mit leichtem Minus – US-Jobdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen

Die Wiener Börse hat die Handelswoche mit einem Dämpfer beendet: Der ATX fiel leicht um 0,28 Prozent und der ATX Prime gab ebenfalls nach. Ausschlaggebend waren die überraschend positiven Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die eine baldige Zinssenkung in weite Ferne rücken lassen.

Zum Wochenabschluss blickten Anleger vornehmlich über den großen Teich: Die USA veröffentlichten einen robusten Arbeitsmarktbericht. Mit beachtlichen 353.000 neu geschaffenen Stellen, fernab der Landwirtschaft, übertraf der US-Jobmarkt die Prognosen der Experten deutlich. Auch die Arbeitslosenquote blieb stabil und das Lohnwachstum beschleunigte sich unerwartet. Analysten interpretierten die Zahlen als Signal gegen eine kurzfristige Leitzinssenkung – eine Lesart, die auch von den Volkswirten der Commerzbank geteilt wird.

In Wien selbst überwogen die ruhigen Töne. Nach der Bilanzvorlage von AT&S blieb der Kurs der Aktie unbeeindruckt, trotz einer Zielkorrektur seitens der Deutschen Bank. Eine Bußgeldforderung gegen die österreichische Post wegen möglicher Benachteiligung von Dienstleistern im Werbesegment ließ deren Aktienkurs ebenfalls unberührt.

Ein personeller Wechsel bei der s Immo bewegte dagegen den Kurs leicht nach oben: Herwig Teufelsdorfer und der Vorstand trennen sich zum Februar 2024 einvernehmlich – eine Nachricht, die Investoren positiv aufnahmen.

In der Branchenübersicht zeigte sich ein gemischtes Bild: Finanzwerte wie BAWAG und Addiko Bank legten zu, während Erste Group und Raiffeisen Bank International moderat zulegen konnten. Im Gegensatz dazu standen die Ölwerte, mit der OMV und Schoeller-Bleckmann an der Spitze der Verlierer. Aber auch Andritz verzeichnete ein Minus zum Handelsschluss.