15. Juli, 2024

Märkte

Wiener Börse: Ruhiger Handelstag trotz dynamischer Unternehmensberichte

Wiener Börse: Ruhiger Handelstag trotz dynamischer Unternehmensberichte

Die Wiener Börse beendete den Donnerstag mit einem minimalen Plus von 0,10 Prozent und schloss bei 3601,18 Punkten. Trotz des geringen Anstiegs war das Handelsgeschehen von einer deutlichen Zurückhaltung geprägt. Diese Tendenz spiegelte sich auch an den übrigen europäischen Leitbörsen wider, wo es zu keinem klaren Richtungswechsel kam. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Geschäftstag.

Viele Investoren zogen es vor, sich vor den bevorstehenden Veröffentlichungen der US-Preis- und Konsumdaten am Freitag nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Gleichermaßen sorgte die erste Runde der Parlamentswahlen in Frankreich, die am Sonntag stattfindet, für eine abwartende Haltung unter den Marktteilnehmern.

In Wien selbst gab es nur wenige Unternehmensnachrichten. Ein Highlight lieferte jedoch das Cateringunternehmen DO&CO mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2023/24. DO&CO konnte den Umsatz stark steigern und verbuchte den höchsten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in der Unternehmensgeschichte. Analytiker der Erste Group bewerteten die Zahlen als leicht über den bereits optimistischen Prognosen und erwarten eine positive Reaktion des Marktes. Die Aktie von DO&CO legte daraufhin um 4,5 Prozent zu.

Einen negativen Akzent setzten hingegen die Aktien der Stromversorger. Verbund-Titel verloren 1,8 Prozent und EVN gaben um 2,2 Prozent nach.

Unter den schwergewichteten Banken zeigte sich ein gemischtes Bild. Bawag konnte sich um 0,3 Prozent verteuern, während Erste Group mit einem Plus von 0,5 Prozent abschloss. Demgegenüber fielen die Aktien der Raiffeisen Bank International um 0,7 Prozent.

Zu den Gewinnern des Tages zählte auch die Aktie der OMV, die um 0,7 Prozent zulegte. Anders sah es bei Voestalpine aus, deren Aktien um 1,3 Prozent nachgaben. Semperit musste sogar ein deutliches Minus von 3,8 Prozent hinnehmen.