21. Juni, 2024

Politik

WHO-Mitglieder zögern: Pandemie-Abkommen in der Schwebe

WHO-Mitglieder zögern: Pandemie-Abkommen in der Schwebe

Die Corona-Pandemie hat die Welt härter getroffen, als nur auf gesundheitlicher Ebene. Sie wuchs sich zu einer globalen Multikrise aus, die auch die Wirtschaft, Sicherheitsfragen, Entwicklungshilfe, Außenpolitik und humanitäre Belange erschütterte. Angesichts dieser weitreichenden Auswirkungen hatten sich alle 194 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ziel gesetzt, Lehren aus der Krise zu ziehen. Ihr Vorsatz: Die nächste Katastrophe nicht blindlings zu übersehen.

Doch die Hoffnung auf ein verbindliches Pandemie-Abkommen wurde vorerst enttäuscht: Die Verhandlungen, die bis Sonntag andauerten, endeten ohne greifbare Einigung. Laut WHO-Beobachtern birgt dieser Stillstand das Risiko, dass die Weltgemeinschaft unvorbereitet in die nächste Krise schlittern könnte.

Trotz diverser Handlungsfelder und -anreize bleibt nun abzuwarten, welche Schritte die WHO und ihre Mitgliedsstaaten als Nächstes unternehmen werden. Die Dringlichkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen, wächst, doch der Konsens lässt weiter auf sich warten.