17. Juli, 2024

Politik

Weiterer Aufschub für Roaming-Gebühren: Ukrainische Flüchtlinge profitieren ein weiteres Jahr

Weiterer Aufschub für Roaming-Gebühren: Ukrainische Flüchtlinge profitieren ein weiteres Jahr

Ukrainische Bürger können auch im kommenden Jahr EU-weit ohne hohe Zusatzkosten telefonieren, Nachrichten versenden und das Internet nutzen. Die Europäische Kommission hat bekanntgegeben, dass die freiwillige Vereinbarung zwischen 22 europäischen und sieben ukrainischen Telekommunikationsunternehmen verlängert wird. Ziel des Abkommens ist es, den aus der Ukraine geflüchteten Menschen den Kontakt in ihre Heimat zu erleichtern.

Dieser Beschluss markiert bereits die fünfte Verlängerung der Vereinbarung. „Wir können nur hoffen, dass erschwingliche Telefonanrufe ein wenig Trost gespendet haben“, kommentierte Margrethe Vestager, EU-Wettbewerbskommissarin, in einer offiziellen Erklärung.

Zeitgleich arbeitet die Ukraine daran, eine gemeinsame Roaming-Zone mit der Europäischen Union zu etablieren. Ein entsprechendes Gesetz wurde bereits Mitte Juni von Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnet. Der nächste Schritt für die Ukraine besteht nun darin, eine positive Bewertung der Änderungen von der EU zu erhalten und anschließend Verhandlungen über den Beitritt zum einheitlichen Roamingraum aufzunehmen.

Seit 2017 sind Roaming-Gebühren in den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen abgeschafft. Mobilfunkkunden können somit innerhalb dieser Länder ohne zusätzliche Kosten telefonieren, simsen und im Internet surfen.