25. Februar, 2024

Politik

Warnung vor Eskalationsspirale im Nahen Osten nach US-Luftangriffen

Warnung vor Eskalationsspirale im Nahen Osten nach US-Luftangriffen

Die Lage im Nahen Osten sorgt für Unbehagen unter europäischen Diplomaten. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell mahnte zu Besonnenheit in der hitzigen Atmosphäre der Region. Am Rande eines hochrangigen EU-Außenministertreffens in Brüssel sprach er von einem 'Kessel, der explodieren' könne, und appellierte an alle Beteiligten, eine weitere Eskalation abzuwenden. Die dringende Mahnung folgt auf US-retaliatory actions in der Nacht zum Samstag, bei denen viele Ziele im Irak und in Syrien bombardiert wurden. Diese Aktion war eine Antwort auf einen Anschlag auf US-Truppen durch proiranische Gruppen in Jordanien. Laut offiziellen Angaben traf es unter anderem Stützpunkte der iranischen Revolutionsgarden und verbündete Milizen, darunter Kommandostrukturen und Lagerstätten. Innerhalb der EU reichen die Einschätzungen zu den Vorfällen von verhaltener Zustimmung bis hin zu deutlicher Kritik. Die deutsche Europastaatsministerin Anna Lührmann kommentierte, die USA hätten auf unabdingbare Aggressionen reagiert, um Wiederholungen zu vermeiden und zeigten kein Interesse an einer Eskalation. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock wurde aufgrund anderer Verpflichtungen durch Lührmann vertreten. Auf der anderen Seite äußerte Hadja Lahbib, Belgiens Außenministerin, ernste Besorgnis über das potenzielle Anwachsen der gegenwärtigen Krise. Ein ähnlich ernstes Bild zeichnete der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski, der darauf hinwies, dass Irans Stellvertretermilizen seit Langem ein gefährliches Spiel betreiben, das nun Konsequenzen zeigt.