29. Februar, 2024

Politik

Wandel in der Wählerlandschaft: Neubelebung des politischen Interesses

Wandel in der Wählerlandschaft: Neubelebung des politischen Interesses

Lang galt die Politik als wenig attraktives Feld, behaftet mit Klischees und Vorurteilen, ein Umstand, der die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung befeuerte. Diese führte zu einem ersichtlichen Mitgliederschwund in Parteien und Gewerkschaften und vertiefte die Kluft zwischen den Regierenden und der Basis. Heute jedoch, inmitten globaler Herausforderungen wie Kriegen, der Klimakrise und Inflation, scheint politisches Desinteresse kaum mehr der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Eine steigende Zahl Menschen sucht den Weg zurück ins politische Geschehen, sei es auf Demonstrationen oder durch neue Parteibücher. Erste Auswirkungen dieses Sinneswandels manifestieren sich bereits in Umfragewerten. Ein aktueller Deutschlandtrend zeigt beachtliche Verluste für die AfD, die mit einem Abstieg von drei Prozentpunkten stärker einbüßt als jede andere Partei. Ob diese Entwicklung nur ein kurzfristiges Aufbäumen oder ein Indiz für nachhaltige Veränderungen darstellt, ist noch nicht ersichtlich. Fragen über den möglichen Einfluss des Bündnisses rund um Sahra Wagenknecht und über die Konsequenzen für etablierte Parteien werfen sich auf.

Die Entwicklung lässt jedoch eines erkennen: Die Demokratie zeigt sich lebensfähig, und es ist eben diese Lebenskraft, die sie in turbulenten Zeiten widerstandsfähig macht.