22. Februar, 2024

Politik

Wahlen in Berlin: CDU und AfD legen leicht zu, Ampelparteien verlieren

Wahlen in Berlin: CDU und AfD legen leicht zu, Ampelparteien verlieren

In der erneuten Auszählung der Bundestagswahl in Berlin haben nach aktuellen Zwischenergebnissen die CDU und die AfD leichte Stimmgewinne zu verbuchen, während die Ampelparteien SPD, Grüne und FDP Einbußen hinnehmen müssen. Dies geht aus den Angaben der Landeswahlleitung hervor, die nach Auszählung von rund 97,5 Prozent der Wahlgebiete die Summe der gültigen Ergebnisse vom September 2021 und der frischen Ergebnisse des aktuellen Wahltags reflektieren.

Die veröffentlichten Zahlen weisen darauf hin, dass CDU und AfD voraussichtlich jeweils rund einen Prozentpunkt hinzugewinnen könnten, während die Verluste der SPD, Grünen und FDP jeweils unter dieser Marke bleiben. Die Ergebnisse der Linken bleiben weitgehend stabil. Die Sitzverteilung im Bundestag bleibt von diesen Verschiebungen jedoch unberührt, und die Mehrheit der amtierenden Ampelkoalition steht weiterhin fest.

Die Wahlbeteiligung zeigte ein gesunkenes Interesse verglichen mit dem ursprünglichen Termin: Bis zum frühen Abend hatten 40,2 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 57 Prozent, die es 2021 waren. Trotz Dauerregens vermerkte die Landeswahlleitung einen problemlosen Ablauf mit einigen kleineren organisatorischen Fehlleistungen.

Dieser Wahlgang markiert den Beginn eines ereignisreichen Wahljahres in Deutschland, das unter anderem die Europawahl am 9. Juni sowie Landtagswahlen in mehreren Bundesländern umfasst. Der Wahlgang im Jahr 2021 war von Pannen und organisatorischen Problemen geprägt und führte nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur angesetzten Wiederholung.

Besonderheiten dieser Wiederholungswahl waren unter anderem, dass die Parteien keine neuen Kandidaten nominieren durften und die Wahlzettel dem Design von 2021 entsprechen mussten, was zu Kuriositäten wie der erneuten Kandidatur der mittlerweile inhaftierten ehemaligen AfD-Bundestagsabgeordneten Birgit Malsack-Winkemann führte.