24. Mai, 2024

Politik

Wagenknechts Renten-Vision: Rente mit 63 und stärkere Anhebung der Bezüge

Wagenknechts Renten-Vision: Rente mit 63 und stärkere Anhebung der Bezüge

In der Debatte um die Zukunft des deutschen Rentensystems wirbelt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht, mit einem frischen Fünf-Punkte-Plan die Diskussion neu auf. Der Plan, der einen deutlichen Kontrast zur FDP-Politik darstellt, sieht vor, dass jedem Bürger nach 45 Arbeitsjahren die Möglichkeit einer Rente mit 63 Jahren offensteht. Zudem setzt sich Wagenknecht für spürbare Verbesserungen bei der Altersversorgung ein.

Entgegen der FDP-Linie, die auf eine Kostendämpfung im Rentensystem abzielt und die abschlagsfreie Frühverrentung abschaffen möchte, hält Wagenknechts Konzept an der aktuellen Altersgrenze für die Frührente fest. Auch im Angesicht steigenden Renteneintrittsalters aufgrund des demografischen Wandels bliebe die Marke 63 bestehen.

Bezüglich der Finanzierbarkeit argumentiert das Bündnis unter Wagenknecht mit Zahlen, die besagen, dass sich die Rentenausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung nicht erhöhen, sondern sogar rückläufig sind. So sei der Bundeszuschuss für Renten von 2009 bis 2022 im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt gesunken.

Ein weiterer Kernpunkt des Papiers ist die Forderung nach einer über die geplanten 4,57 Prozent hinausgehenden Rentenerhöhung in diesem Jahr, um Kaufkraftverluste auszugleichen. Renten bis 2000 Euro monatlich sollen nach Wagenknecht steuerfrei bleiben – ein Punkt, der die Debatte über mögliche Haushaltslücken neu befeuern dürfte.

Wagenknecht knüpft an ihre früheren Vorschläge an und plädiert für ein Rentensystem nach österreichischem Vorbild. Dieses zeichne sich durch höhere Rentenleistungen, eine breitere Einzahlerbasis und höhere Beitragssätze aus. In Anbetracht der höheren Leistungen vermutet Wagenknecht eine Akzeptanz für ansteigende Kosten in der Bevölkerung und fordert deshalb eine Volksabstimmung parallel zur Bundestagswahl 2025.