Der deutsche Außenminister Johann Wadephul ist zu einem bedeutenden Besuch in der litauischen Hauptstadt Vilnius eingetroffen, um intensive Gespräche über die aktuellen politischen Entwicklungen in der Ukraine zu führen. Bei seinem Treffen mit der litauischen Regierungschefin Inga Ruginiene und dem Außenminister Kestutis Budrys, stehen insbesondere die fortlaufenden Verhandlungen für einen Waffenstillstand im Fokus. Diese Gespräche unterstreichen die enge Unterstützung, die Litauen und Deutschland dem von Russland angegriffenen Ukraine zuteilwerden lassen. Ein weiterer Schwerpunkt der diplomatischen Zusammenkünfte liegt auf der Verstärkung der Zusammenarbeit an der ostflankierten Grenze der NATO. Dies ist ein wesentlicher Aspekt in der Strategie zur Sicherung der Stabilität und Sicherheit in der Region.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Bekämpfung hybrider Bedrohungen gewidmet, die sowohl von militärischen als auch von cyberkriminellen Herausforderungen ausgehen. Diese Bedrohungen erfordern eine vielseitige und integrierte Haltung der beteiligten Staaten zur Gewährleistung nachhaltiger Sicherheit. Im Verlauf seines Aufenthalts plant Minister Wadephul einen Besuch des Museums für Okkupationen und Freiheitskampf in Vilnius. Dieses Museum bietet nicht nur einen tiefen Einblick in die historische Entwicklung der Region, sondern beleuchtet auch deren gegenwärtige Bedeutung in einem geopolitischen Kontext.
Ein weiterer zentraler Programmpunkt seiner Reise ist der Besuch der deutschen Panzerbrigade 45 "Litauen" in Nemencine. Diese Brigade ist seit April 2025 operativ und spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der östlichen NATO-Grenzen. Die Brigade soll mit einer geplanten Stärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern bis 2027 vollständig einsatzbereit sein. Dieses Engagement seitens Deutschlands reflektiert die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Litauen und bekräftigt das gemeinsame Ziel einer stabilen und sicheren Ukraine sowie eines gestärkten Europas.