19. Mai, 2024

Wirtschaft

Vorsichtige Reaktion: EU prüft Folgen der US-Zölle auf chinesische Elektroautos

Vorsichtige Reaktion: EU prüft Folgen der US-Zölle auf chinesische Elektroautos

Die Europäische Kommission begegnet den jüngsten protektionistischen Maßnahmen der Vereinigten Staaten mit einer abwartenden Haltung. Nachdem die US-Administration unter Joe Biden Sonderzölle von hundert Prozent auf importierte Elektroautos aus China bekannt gegeben hat, befindet sich Brüssel in einer Phase der Bewertung möglicher Konsequenzen für den europäischen Markt. Die spezifischen Gedanken der Kommission zu den amerikanischen Zollbeschlüssen blieben dabei bisher unkommentiert.

Neben den restriktiven Maßnahmen für den Automobilsektor wurden in den USA auch für weitere Branchen Zollerhöhungen angekündigt. Zu den betroffenen Produktkategorien gehören Solarzellen, Halbleiter und Hafenkräne, aber auch medizinische Erzeugnisse wie Kanülen und Schutzmasken. Die Begründung der US-Regierung für diese Zölle liegt in der Überzeugung, China würde mit staatlich subventionierten Exporten die internationalen Märkte unangemessen beeinflussen.

Dieser Ansatz könnte sich mit der Untersuchungsperspektive der EU überschneiden, da auch diese die Marktpraktiken Chinas im Bereich der Elektromobilität unter die Lupe nimmt. Nähere Informationen zum Stand dieses Verfahrens waren allerdings nicht zu erhalten.

Ein Ausblick auf mögliche Gegenmaßnahmen der EU gab es indessen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie betonte nach einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron die Bereitschaft der Union, europäische Unternehmen und die heimische Wirtschaft zu schützen und bei Bedarf mit entsprechenden Mitteln zu reagieren.