29. Februar, 2024

Wirtschaft

Volkswagen zieht bei Sondervergütungen die Zügel an

Volkswagen zieht bei Sondervergütungen die Zügel an

Im Bestreben, die Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen, hat Volkswagen eine Neuerung angekündigt, die das Entlohnungsmodell seiner Belegschaft tangiert. Wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte, wird den Mitarbeitenden die Option genommen, sich zwischen zusätzlichen freien Tagen und einem Gehaltsaufschlag zu entscheiden. Die Neuregelung gilt für das laufende Jahr sowie die nächsten zwei Jahre und sieht vor, dass die Tarifangestellten nunmehr sechs zusätzliche Urlaubstage erhalten werden.

Diese Änderung ist Teil des bereits im Vorjahr lancierten Programms zur Effizienzsteigerung der Kernmarke, das in Absprache mit der Gewerkschaft IG Metall umgesetzt wird. Dabei handelt es sich um eine zwangsläufige Entwicklung, da bereits vorher berichtet wurde, dass etwa die Hälfte der Belegschaft sich freiwillig für mehr Freizeit anstelle des Geldzuschusses entschied.

Die flexible Wahlmöglichkeit war erst im Verlauf des vergangenen Jahres für alle tariflich Beschäftigten eingeführt worden, während sie zuvor einem begrenzten Personenkreis vorbehalten war. Die jetzige Einschränkung dieser Flexibilität stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung. Daniela Cavallo, Betriebsratschefin von Volkswagen, äußerte in einer Sonderpublikation der Betriebsratszeitschrift „Mitbestimmen“ Bedauern über den Schritt, sieht aber in der Neuregelung einen akzeptablen Kompromiss, der vor allem harte Einschnitte in die Gehaltsstrukturen vermeide.

Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms, auf dessen Eckpunkte sich Management und Betriebsrat im Dezember geeinigt hatten, ist eine Reduktion der Personalkosten im administrativen Bereich um 20 Prozent vorgesehen. Dabei soll auf betriebsbedingte Entlassungen verzichtet werden.