25. Februar, 2024

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Verteidigungsbranche im Aufwind: Rheinmetall und Hensoldt setzen Höhenflug fort

Verteidigungsbranche im Aufwind: Rheinmetall und Hensoldt setzen Höhenflug fort

Inmitten globaler Sicherheitsbedenken und der fortwährenden Unterstützung Europas für die Ukraine intensivieren die Aktien der deutschen Verteidigungsunternehmen Rheinmetall und Hensoldt ihre positive Entwicklung. Beide Unternehmen profitieren augenscheinlich von der steigenden Nachfrage nach Verteidigungsgütern, die durch die Erhöhung der Rüstungsbudgets westlicher Staaten und der anhaltenden Militärhilfe für die Ukraine getrieben wird. Mit einem Anstieg um 2,4 Prozent im frühen Handel markiert die Rheinmetall-Aktie einen neuen Rekordwert und meldet ein imposantes Jahresplus von über 20 Prozent. Damit setzt sie dem DAX-Favoriten SAP spürbar nach. Hensoldt unterstreicht derweil seine Stellung im MDAX mit einem Zuwachs seiner Aktien um knapp 3 Prozent und einem Jahresplus von 27 Prozent.

Der Marktoptimismus bezüglich Rheinmetall und Hensoldt wird zusätzlich durch die fortlaufenden Gespräche in den USA zu weiteren Militärhilfen für die Ukraine genährt. Den Aussagen von Bundeskanzler Olaf Scholz zufolge, der nach einem Treffen mit dem US-Präsidenten Hoffnung auf Fortführung der US-Unterstützung für die Ukraine äußerte, kann eine Fortsetzung der amerikanischen Militärhilfe erwartet werden.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den ambitionierten Plänen von Rheinmetall zur Expansion der Produktion. Laut einem Interview des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger mit dieser Zeitung sollen Kapazitäten für wesentliche Rüstungskomponenten an verschiedenen Standorten verdoppelt oder sogar verdreifacht werden. Dies wird dem Unternehmen ermöglichen, bis zum kommenden Jahr entscheidende Mengen Artilleriemunition für die europäische Versorgung zu fertigen. Mit einem Zielkorridor von bis zu 700.000 Artilleriegeschossen jährlich bis 2025 setzt Rheinmetall ein deutliches Zeichen für Wachstum.

Weiterhin sieht Papperger den Bedarf einer erheblichen Aufstockung des Verteidigungsbudgets in Deutschland. Er prognostiziert, dass nach dem Verbrauch des Sondervermögens für die Bundeswehr mit einer substantiellen Erhöhung zu rechnen sei, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu gewährleisten.