19. Mai, 2024

Politik

Versprochene Hilfe lässt auf sich warten: UN berichten über ausbleibende Lieferungen im Gazastreifen

Versprochene Hilfe lässt auf sich warten: UN berichten über ausbleibende Lieferungen im Gazastreifen

Entgegen der Ankündigung Israels, den für Hilfslieferungen essentiellen Grenzübergang Kerem Schalom zu öffnen, vermeldete ein Sprecher der Vereinten Nationen, dass bisher keine humanitären Güter diesen Weg in den Gazastreifen genommen haben. Stéphane Dujarric äußerte sich in New York zu dieser Situation, wobei er auf Nachfragen bezüglich der Verzögerungen keine konkreten Angaben machte. Die erwarteten Lieferungen, die insbesondere dringend benötigten Treibstoff umfassen sollten, um die prekäre Versorgungssituation der Bevölkerung zu verbessern, blieben demnach bis Mittwochabend (Ortszeit) aus.

Bereits seit einigen Tagen war der Übergang Kerem Schalom geschlossen, nachdem bei einem Raketenangriff der Hamas vier israelische Soldaten ihr Leben verloren hatten. Die israelischen Behörden hatten daraufhin den Zugang für humanitäre Transporte komplett gesperrt, bis zur jüngsten Wiedereröffnung am Mittwoch.

Auch über den Grenzübergang Rafah sind keine Hilfsgüter eingetroffen. Experten befürchten, dass der Militäreinsatz Israels in Rafah und die Blockade des Zugangs zu Ägypten die humanitäre Krise im Gazastreifen weiter zuspitzt. Hilfsorganisationen haben Israel über Monate hinweg kritisiert, da während des Gaza-Krieges zu wenige Hilfslieferungen das konfliktgeplagte Gebiet erreicht hätten.

Die Hoffnung auf eine Linderung der Notlage durch die angekündigte Grenzöffnung bleibt somit unerfüllt, und die internationale Gemeinschaft beobachtet weiterhin die Versorgungssituation im Gazastreifen mit großer Sorge.