25. Februar, 2024

Märkte

Versorger im Gegenwind: DZ Bank stuft Orsted herab

Versorger im Gegenwind: DZ Bank stuft Orsted herab

In einer aktuellen Marktbewertung ändert die DZ Bank ihren Kurs bei Orsted: Trotz einer Anhebung des fairen Wertes der Aktie wird von einer Halteposition auf eine Verkaufsempfehlung umgeschwenkt. Die Analyse, verfasst von Werner Eisenmann, verweist auf die an sich stabil wirkende Adressierung der Probleme im amerikanischen Offshore-Windgeschäft und der Kapitalstruktur des Unternehmens. Allerdings sieht es so aus, als würde die Lösung der Schwierigkeiten auf Kosten der Wachstumsdynamik beim operativen Ergebnis (Ebitda) und der Dividendenausschüttungen gehen.

Die Studie, die der Finanzmarkt am Freitag zur Kenntnis nahm, lässt durchscheinen, dass Orsted zwar einige operative Hürden genommen hat, dies jedoch mit einem Preis verbunden zu sein scheint. Trotz der erhöhten Schätzung des fairen Werts auf 350 dänische Kronen pro Aktie, hochgesetzt von vormals 265 Kronen, mahnt der Analytiker zur Vorsicht. Für eine Versorgeraktie, die aktuell keine Dividenden ausschüttet und ein überdurchschnittliches Wachstum vermissen lässt, erscheinen die aktuellen Bewertungsrelationen nicht angemessen. Die Finanzierung des Wachstums scheint also nicht hand in Hand mit den Interessen der Aktionäre zu gehen, die auf eine Wertsteigerung ihrer Anlagen gepaart mit regelmäßigen Ausschüttungen hoffen.

In Zeiten des zunehmenden Ausbaus erneuerbarer Energien und ambitionierter Nachhaltigkeitsziele könnten solche Bewertungsanpassungen von Versorgern wie Orsted signalisieren, dass die Balance zwischen Investition und Ertrag eine herausfordernde Gratwanderung für Unternehmen und ihre Investoren bleibt.