25. Februar, 2024

Wirtschaft

Versöhnliche Töne im Tarifkonflikt: Bahnchef betont Bereitschaft zur Einigung

Versöhnliche Töne im Tarifkonflikt: Bahnchef betont Bereitschaft zur Einigung

In der hitzigen Debatte um neue Tarifverträge mit der Lokführergewerkschaft GDL zeigt sich Bahnchef Richard Lutz gesprächsbereit und unterstreicht sein Bestreben nach einer Lösung, die sowohl für Fahrgäste als auch Gütertransporte Sicherheit gewährleistet. Im Gespräch mit einer großen deutschen Sonntagszeitung verwies er auf das bislang höchste finanzielle Angebot, das der Bahnvorstand auf den Tisch gelegt habe. Damit sei deutlich, dass sich die Bahn nicht vorwurfsvoll in der Deckung zu halten brauche.

Lutz reagierte des Weiteren auf persönliche Angriffe des GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky, der ihn als 'Vollpfosten' tituliert hatte. Er betonte, dass es Grenzen des Anstandes gebe, die auch in einem harten Verhandlungsprozess nicht überschritten werden sollten. Solche verbalen Ausrutscher würden mehr über den Sprecher aussagen, als über die angesprochene Person. Eine Bewertung dieser Aussagen ließ er bewusst aus.

Beide Parteien streben unterdessen eine Einigung noch vor Ablauf der Friedenspflicht am 3. März an. Streiks sind in dieser Zeit ausgeschlossen, und die Öffentlichkeit wartet gespannt auf Neuigkeiten, während Zwischenstände der Gespräche nicht kommuniziert werden. Beobachter hoffen, dass der offenkundige Wille zur Dialogbereitschaft auf Seiten des Bahnmanagements auch auf Seiten der GDL zu Ergebnissen führt, die einen Kompromiss im Tarifstreit ermöglichen.

Noch stehen die konkreten Ergebnisse aus, aber die Zeichen stehen auf Verhandlung statt Konfrontation.